Vergangene Saison profitierte Sokratis Papastathopoulos vom Verletzungspech von Neven Subotic und Mats Hummels. Aktuell ist der Grieche im Abwehrzentrum von Borussia Dortmund gesetzt. Gegen Bayer 04 LeverkusensStefan Kießling hat er eine fast makellose Bilanz.

Sokratis hat seine Chance genutzt. Eigentlich als Ersatz für das langjährige Defensiv-Duo Subotic/Hummels vom SV Werder Bremen geholt, hat sich der Grieche mit starken Leistungen seinen Stammplatz beim BVB erarbeitet. 65 Prozent seiner Zweikämpfe gewann der Nationalspieler, der bei der WM in Brasilien in allen vier Spielen Griechenlands zum Einsatz kam, in der vergangenen Saison, gehörte damit zu den besten Innenverteidigern der Liga.

Lewandowski ausgeschaltet

Und auch in der Vorbereitung präsentierte sich Sokratis in Topform. Vor allem im Supercup gegen seinen Ex-Teamkollegen Robert Lewandowski. Fast jeden direkten Zweikampf gewann der bissige Verteidiger gegen den Polen, sorgte so mit dafür, dass der Torschützenkönig der Vorsaison bei seiner Rückkehr in den Signal Iduna Park leer ausging.

Sokratis´ Zweikampfstärke wird auch gegen Bayer 04 Leverkusen dringend benötigt. Vor allem gegen Goalgetter Stefan Kießling. Der Stürmer ist seit Jahren der Schlüsselspieler unter dem Bayer-Kreuz, erzielte allein in den vergangenen fünf Jahren 84 Bundesliga-Tore für die Werkself. Auch jetzt scheint er schon top drauf zu sein, netzte im Pokal gegen Alemannia Waldalgesheim gleich fünf Mal ein und erzielte im Qualifikationsspiel zur Champions League beim FC Kopenhagen das 1:0. Doch gegen Sokratis traf er noch nie aus dem Spielverlauf.

Noch nie gegen Bayer 04 gewonnen

Sechsmal trafen Kießling und Sokratis in der Bundesliga bisher aufeinander, bis auf einen verwandelten Elfmeter konnte sich Kießling nie in die Torschützenliste eintragen. Stets gewann Sokratis das direkte Duell. Punkte für sein Team kamen dabei allerdings fast keine bei heraus. Von seinen sechs Begegnungen gegen Bayer 04 verlor Sokratis vier, zwei endeten Unentschieden. Jetzt will er endlich seinen ersten Sieg gegen Leverkusen feiern.

Tobias Schild