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Wer wird der Spieler des Monats Januar 2021?

Auch in dieser Saison verleiht die Bundesliga die offizielle Auszeichnung des Spielers des Monats. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga seit 2018/19 in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner EA SPORTS durchgeführt.

Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden.

Ausschlaggebend für die Berücksichtigung eines Spieltags ist, in welchem Monat der Samstag des Spieltags liegt.

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Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Gemessen an den eigenen Ansprüchen, die er 2019/2020 mit tollen Leistungen enorm hoch geschraubt hatte, verlief die Hinrunde der aktuellen Saison für Jadon Sancho von Borussia Dortmund doch ein wenig enttäuschend. Tatsächlich hatte der 20-Jährige – in der Vorsaison noch 17 Mal erfolgreich – an den ersten 13 Spieltagen keinen einzigen Treffer erzielt. Doch kaum war das Jahr 2020 Geschichte, blühte Sancho förmlich auf: Gegen die direkten Konkurrenten RB Leipzig und VfL Wolfsburg trat er sowohl als Torschütze als auch als Vorbereiter in Erscheinung und konnte sich erstmals seit Mai wieder in die Torschützenliste der Bundesliga eintragen.

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Im Spitzenspiel gegen Gladbach lieferte er trotz der 2:4-Niederlage die Vorarbeit zu beiden Dortmunder Toren. Vier seine sieben Assists 2020/21 gab er damit im Januar. Und auch beim Sieg gegen Augsburg am 19. Spieltag, wo Sancho sogar kurzzeitig die Kapitänsbinde trug, drehte er das Spiel mit einem feinen Tor in bester Sancho-Manier zum zwischenzeitlichen 2:1. Das sah auch sein Trainer Edin Terzic so: "Bei dem Tor sieht man natürlich wieder einmal sein Talent. Aber er hat auch gearbeitet und die Dinge getan, die man nicht so gerne tut: hinterherlaufen, Lücken schließen. Ich finde, dass er in den letzten Wochen einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht hat." Und "vorne" bedeutet in Sanchos Fall nichts weniger als unter den besten Spielern der Bundesliga zu sein.

Andre Silva (Eintracht Frankfurt)

Bisweilen mag Andre Silva ein wenig im Schatten von Bundesliga-Top-Stürmern wie Robert Lewandowski oder Erling Haaland verschwinden. Doch wenn es um das Erzielen von Toren geht, dann steht der Portugiese in Diensten von Eintracht Frankfurt dem oben erwähnten Duo in Nichts nach: Mit 17 Treffern nach 20 Spielen steht er nicht nur auf Platz zwei der Torjägerliste, er hat auch zu diesem Zeitpunkt schon so viele Treffer erzielt, wie kein anderer Frankfurter in der Geschichte der Bundesliga.

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Sinnbildlich dafür stehen seine Leistungen im Januar: Sieben Tore hat Silva in seinen sechs Bundesliga-Einsätzen erzielt. Das ist in diesem Zeitraum gemeinsam mit Robert Lewandowski Ligabestwert! Als einziger Spieler gelangen dem Frankfurter im Januar gleich drei Doppelpacks. Erstaunlich ist aber auch, wie komplett der 25-Jährige ist: Egal ob rechts, links, mit dem Kopf oder per Elfmeter – der schnelle wie bewegliche Silva trifft einfach aus allen Lagen. "Das ist sehr, sehr beindruckend", sagte auch sein Trainer Adi Hütter kurz und bündig, nachdem Silva die Partie am 19. Spieltag gegen Hertha BSC mit einem Doppelpack praktisch im Alleingang gedreht hatte.

Robert Lewandowski (FC Bayern München)

Es würde schon ein wenig wundern, wenn Robert Lewandowski nicht in der Wahl zum Spieler des Monats Januar auftauchen würde. Der Mittelstürmer des FC Bayern München scheint auch nach gewonnenem Triple und der Wahl zum Weltfußballer 2020 noch lange nicht satt zu sein. Im Januar 2021 gab es keine Bundesliga-Partie der Bayern ohne Tor des Polen. Sieben Treffer waren es alleine in diesem ersten Monat des Kalenderjahres. Kein Spieler außer ihm traf ligaweit im Januar in jeder Partie. Aber damit nicht genug: Mit zusätzlich zwei Torvorlagen ist Lewandowski auch der Top-Scorer des Januars.

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Ein Monat, in dem der 32-Jährige keine Rekorde bricht, vergeht ohnehin selten. Am 18. Spieltag gegen den 1. FC Union Berlin erzielte er sein achtes Auswärtstor in Folge – ein Novum für einen Spieler in der Bundesliga-Historie. Ein großes Ziel dürfte Lewandowski in dieser Saison aber noch haben: Den "ewigen Rekord" von Gerd Müller, der 1971/72 40 Saisontore erzielt hat. Trifft Lewandowski mit der aktuellen Quote weiter, so wird er bis Mai auch noch diesen Rekord knacken.

Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Nach einem Meniskusschaden, der ihn von Mitte November bis Ende Dezember außer Gefecht setzte, wirkt Joshua Kimmich im neuen Jahr, als wäre er nie weg gewesen. Der Mittelfeldantreiber des FC Bayern München glänzte im Januar alleine mit fünf Torvorlagen – Ligabestwert in diesem Zeitraum. Mit seinem Tor gegen Mainz am 14. Spieltag kommt er im vergangenen Monat auf sechs direkte Torbeteiligungen. Eine unglaubliche Quote für einen defensiven Mittelfeldspieler.

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Beim 25-Jährigen, der bei Hansi Flick über jeden Zweifel erhaben ist, kommen aber mehrere Faktoren zusammen. So ist es neben seinen vielen Torschussbeteiligungen, seinen gefährlichen Standard-Situationen und seinen Fähigkeiten als Abräumer und Stratege vor allem auch die Mentalität, die ihn auszeichnet. Und wenn selbst Oliver Kahn, inzwischen sein Vorgesetzter beim FC Bayern, sagt: "Kimmich ist noch ehrgeiziger als ich es war. Wenn man den so im Training beobachtet: das sind genau die Spieler, die ein Club braucht." Auf seiner Position gibt es weltweit derzeit wohl kaum einen Besseren.

Filip Kostic (Eintracht Frankfurt)

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis Filip Kostic nach einer komplizierten Innenbandverletzung am Knie wieder zu alter Stärke zurückfand. Im neuen Jahr wirkt der 28-Jährige Flügelflitzer von Eintracht Frankfurt aber wieder wie zu besten Zeiten: Drei Torvorlagen und ein Tor lieferte er alleine an den Spieltagen 16 bis 19. Sein erster Saisontreffer, nachdem der Serbe über die gesamte Hinrunde hinweg torlos geblieben war.

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Der aktuelle Formanstieg von Kostic wirkt sich dabei auch mehr als positiv auf die Tabellensituation seiner Mannschaft aus. Stand die Eintracht zum Jahreswechsel noch in der unteren Tabellenhälfte auf Platz zehn, so hat sie sich nach einem äußerst erfolgreichen Januar mit einem wiedererstarkten Filip Kostic auf Platz vier vorgeschoben – und darf deshalb inzwischen sogar von der Champions League träumen. Vor allem, weil sie sich wieder auf Flankengott Kostic verlassen kann, der ligaweit nicht nur die meisten Flanken geschlagen hat (84, Stand 1. Februar), sondern auch sagenhafte 56 Prozent davon im Januar abgegeben hat. Wenn diese Bälle dann auch noch exzellente Abnehmer wie Andre Silva oder Luka Jovic finden, ist für Frankfurt in dieser Saison noch vieles möglich.

Thomas Müller (FC Bayern München)

Es gab in der Karriere von Thomas Müller ohnehin nur wenige schlechte Phasen, doch was der 31-Jährige aktuell auf den Rasen zaubert, dürfte ohne Zweifel zu den Höhepunkten seines Schaffens zählen. Gerade in Bezug auf Torbeteiligungen präsentiert sich Müller stärker denn je: Im Januar half er seiner Mannschaft mit vier Toren und zwei Torvorlagen entscheidend, die Tabellenführung zu verteidigen. Vor allem in Sachen Effizienz weiß er dabei zu beindrucken: Müller gab im Januar nur neun Torschüsse ab, traf aber gleich viermal ins Tor. Eine überragende Quote (2,3 Torschüsse für ein Tor), mit der nicht mal die Top-Torjäger Robert Lewandowski (3,6) oder Andre Silva (3,4) mithalten können.

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Schon jetzt hat Müller in der laufenden Saison öfter getroffen als in den kompletten vier Spielzeiten zuvor. Aber worin besteht eigentlich noch der Antrieb, wenn man in seiner Laufbahn bereits Dutzende von Titeln gewonnen hat? Müller sagte jüngst im "Kicker": "Man will das Gefühl haben, dass man zu den Besten gehört und besser ist als alle, die an diesem Wettbewerb teilgenommen haben." Diesen hohen Anspruch an sich selbst konnte er zumindest im Januar zu jeder Zeit erfüllen.