In der Bundesliga wird in dieser Saison erstmals die offizielle Auszeichnung "Spieler des Monats" vergeben. Die Wahl wird von der DFL Deutsche Fußball Liga in Kooperation mit dem offiziellen Lizenzpartner der Bundesliga EA SPORTS FIFA 19 durchgeführt. Die Vergabe beruht auf einem zweistufigen Auswahlverfahren, in dem sowohl die individuellen Leistungsdaten der Spieler als auch das Votum von Fans und Experten berücksichtigt werden. Das sind die Kandidaten im Oktober:

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>>> Bundesliga vergibt die neue Auszeichnung "Spieler des Monats"

Achraf Hakimi (Borussia Dortmund)

Borussia Dortmund hat in dieser Saison die Bundesliga mit Hochgeschwindigkeitsfußball im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm erobert. Die Zahl der flinken Offensivkräfte beim BVB ist groß. Umso bemerkenswerter, dass der schnellste Dortmunder in dieser Saison ein Defensivakteur ist. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 34,6 km/h ist Achraf Hakimi auch den wildesten Tempodribblern der Bundesliga gewachsen. Die Leihgabe von Real Madrid verpasste im Oktober keine Bundesliga-Minute der Borussia und brachte sich nicht nur defensiv ein: In den drei Partien im letzten Monat bereitete er zwei Treffer vor und schraubte seine Anzahl der Torbeteiligungen in der Bundesliga damit auf vier (ein Tor, drei Assists). Das ist bei insgesamt fünf Einsätzen eher die Quote eines Offensivspielers denn eines Außenverteidigers.

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Da ist das Lob seines Trainers kaum verwunderlich: "Alle haben natürlich gesehen, was er mit links und rechts kann. Er hat eine extrem hohe Geschwindigkeit", erklärte Lucien Favre. Und auch Marco Reus gerät, auf Hakimi angesprochen, ins Schwärmen: "Achraf über Außen ist extrem wichtig, er geht die Linie immer wieder rauf und runter und hat eine unglaubliche Schnelligkeit", erklärt der BVB-Kapitän. Dieses enorme Tempo bringt er in Dortmund entweder als linker oder rechter Außenverteidiger ein. Und beide Positionen bekleidet er ohne Qualitätsverlust und beweist damit eine für einen 19-Jährigen überragende taktische Reife.

Sebastien Haller (Eintracht Frankfurt)

Nachdem Sebastien Haller in der vergangenen Spielzeit furios in seine erste Bundesliga-Saison startete, wurde es ein wenig ruhiger um den robusten Mittelstürmer, der in der Rückrunde zwischen Bank und Startelf pendelte. Mittlerweile hat er sich den Status des Stammspielers wieder zurückerkämpft. Der Franzose stand in sieben der bislang neun Bundesliga-Partien in der Startelf. Dabei wirkt sein Spiel ruhiger und abgeklärter als in der vergangenen Saison und sein Wert für die Mannschaft beschränkt sich nicht nur auf seine Aktionen im gegnerischen Strafraum. Seine elf Torbeteiligungen sind der Topwert der Bundesliga und teilen sich auf sechs Treffer und fünf Torvorlagen auf. Allein in den drei Partien im Oktober sammelte er fünf Scorerpunkte (drei Tore, zwei Vorlagen) und wird in diesem Zeitraum nur von Sturmkollege Luka Jovic übertroffen.

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Sein neuer Trainer hält große Stücke auf seinen Stoßstürmer: "Sebastien ist physisch sehr stark und brandgefährlich. Er kann die Bälle super festmachen und ist ein ganz anderer Spielertyp als Jovic oder Rebic. Auch er macht eine tolle Entwicklung", lobt Adi Hütter. Trotz der bislang ganz starken Quote wäre es falsch, den 24-Jährigen nur nach seinen Torbeteiligungen zu bewerten. Auch der Stürmer selbst sieht seine Aufgabe vielschichtiger: "Mein Job ist es unter anderem viel zu arbeiten, Bälle zu halten und Räume frei zu schaffen", erklärt Haller. Im Oktober hat er seine Mitspieler so in drei Partien insgesamt acht Mal in Abschlusssituationen gebracht. Und wenn die Kollegen dann doch einmal Ladehemmung haben sollten, beweist er auch seine Qualitäten als klassischer Strafraumstürmer. In bester Mittelstürmermanier sicherte er der Eintracht beim 1:1 in Nürnberg noch einen Punkt und unterstrich damit seine enorme Bedeutung für das Frankfurter Team.

Marcel Halstenberg (RB Leipzig)

Acht Monate war der Leipziger Linksverteidiger durch einen Kreuzbandriss außer Gefecht gesetzt und es scheint, als wollte Marcel Halstenberg in Windeseile alles nachholen, was er in der langen Zeit verpasst hat. Es ist schon erstaunlich, wie schnell der 27-Jährige nach seiner Verletzung wieder zur Topform gefunden hat. Im Oktober war er für Leipzig jede Bundesliga-Sekunde im Einsatz und bereitete in drei Spielen sechs Torschüsse vor - einer davon landete im Netz. Ein extrem starker Wert für einen Verteidiger. Nebenbei machte er seine linke Abwehrseite dicht und sorgte mit dafür, dass die Sachsen im Oktober in der Bundesliga ohne Gegentor blieben.

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Aber schon bevor er Ende September wieder auf den Rasen der Bundesliga zurückkehrte, hatte der in Laatzen bei Hannover geborene Halstenberg seinen Trainer von seiner Bedeutung für die Mannschaft überzeugt. "Wir haben Standards trainiert und in 20 Minuten bei seinen Ecken und Freistößen mehr Tore erzielt als in den drei Monaten davor zusammen. Das ist schon eine richtige Waffe für uns", erinnert sich Ralf Rangnick an eine der ersten Einheiten, in der der Linksfuß wieder mit den Teamkollegen auf dem Platz stehen konnte. Halstenberg genießt nach der langen Pause jedenfalls jede Minute, die er auf dem Platz steht. Egal, ob im Training oder in der Bundesliga. Und diese Freude an der Arbeit spiegelt sich auch in den bärenstarken Leistungen im Oktober wider.

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach)

Obwohl der Oktober für Borussia Mönchengladbach mit einer Niederlage beim SC Freiburg endete: Die Fohlen bleiben eine der positiven Erscheinungen in dieser Saison. Das liegt nicht zuletzt an Jonas Hofmann, der von Dieter Hecking vom Flügelspieler zum Achter umgeschult wurde und dort seit Saisonbeginn groß aufspielt. Im Oktober brachte er es insgesamt auf fünf Torbeteiligungen. Zunächst bereitete er am 7. Spieltag beim FC Bayern München die ersten beiden Treffer vor und legte so den Grundstein für den 3:0-Auswärtssieg beim Rekordmeister. Nur eine Woche später ließ der 26-Jährige dann gegen Mainz den ersten Dreierpack seiner Bundesliga-Karriere folgen. Es war also ein fast perfekter Monat für den Rechtsfuß.

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Dieter Hecking ist der große Förderer von Hofmann und hat immer an einen Leistungsschub des ehemaligen Dortmunders und Mainzers geglaubt. "Ich sehe ihn jeden Tag und habe immer gesagt: Wenn Jonas merkt, wie gut er ist, ist er ein kompletter Fußballer. Mit Schnelligkeit, mit Ausdauer, mit einem super Pass, mit einem tollen taktischen Spielgefühl", beschreibt der Gladbacher Trainer die Qualitäten seines Schützlings. Als zentraler Mittelfeldspieler ist er nun mehr am Spielgeschehen beteiligt als auf der Außenbahn und das liegt ihm besser. Seine fünf Torbeteiligungen im Oktober sind der Topwert bei den Fohlen. Dabei ist er sowohl Vorbereiter als auch Vollstrecker. Sieben Torschüsse legte er im Oktober vor, acht Mal kam er selbst zum Abschluss.

Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

Wenn es um die stärksten Spieler im Oktober geht, darf Luka Jovic natürlich nicht fehlen. Schließlich gelang dem Angreifer beim 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf als erstem Frankfurter und 14. Spieler überhaupt ein Fünferpack in der Bundesliga. Insgesamt brachte es der 20-jährige Torjäger im Oktober auf sechs Treffer - die meisten aller Bundesliga-Spieler. Zudem bereitete er ein weiteres Tor vor. Die Quote des Serben hat dabei historische Ausmaße angenommen, denn für seine 15 Bundesliga-Treffer brauchte er lediglich 1.317 Minuten. Der Schnitt von 88 Minuten pro Tor wird von keinem anderen Spieler der Bundesliga-Historie mit mehr als 25 Einsätzen übertroffen. Trotz seines jungen Alters ist Jovic schon erstaunlich komplett und ist mit rechts, links und dem Kopf gleichermaßen gefährlich.

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"Luka hat das Potenzial zur Weltklasse", befindet Adi Hütter und das scheint angesichts der Bilanz des Angreifers nicht zu hoch gegriffen. Der SGE-Coach beschreibt die Vorzüge seines besten Torschützen so: "Er ist ein Knipser und einer der besten Stürmer, den ich je gesehen habe. Er braucht im Sechzehner nicht viele Chancen, um Tore zu machen." Der Österreicher ist mit seinem Lob für Jovic nicht allein. Sturmkollege Sebastien Haller ist ebenfalls von den Qualitäten des serbischen U21-Nationalspielers überzeugt. "Er bringt alles mit, ist schnell, robust, technisch versiert und ein Super-Vollstrecker", adelt der Franzose seinen Mitspieler. Frankfurts Marc Stendera bringt es weniger blumig aber nicht minder zutreffend auf den Punkt: "Luka ist eine Vollgranate."

Jadon Sancho (Borussia Dortmund)

Borussia Dortmund musste sich zum Ausgang eines überragenden Oktobers zwar mit einem 2:2 gegen Hertha BSC begnügen, aber für Jadon Sancho war die Partie dennoch einer der Höhepunkte seiner noch jungen Karriere. Mit 18 Jahren, sieben Monaten und zwei Tagen ist Jadon Sancho jetzt der jüngste Profi im BVB-Trikot, dem ein Doppelpack gelungen ist. Ligaweit waren historisch nur acht Akteure jünger. Zugleich ist der Youngster der erste Spieler aus dem Jahrgang 2000, der in der Bundesliga einen Doppelpack schnüren konnte. Insgesamt war der 18-Jährige im vergangenen Monat drei Mal erfolgreich und bereitete einen weiteren Treffer vor. Nach zuvor sechs Jokereinsätzen etablierte sich Sancho in der ersten Elf und stand in den jüngsten drei Bundesliga-Partien jeweils von Beginn an auf dem Feld.

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Michael Zorc ist vom BVB-Juwel begeistert und zieht den Vergleich mit einem prominenten Vorgänger. "Er hat Sachen drauf, die ich selten gesehen habe. Das ist brutal gut. Und auch, wenn er ein anderer Spielertyp ist: Das Ausmaß, in dem seine Aktionen nicht zu verteidigen sind, erinnert mich an Ousmane Dembele – nur dass der mit 18 Jahren noch keine Profi-Minute gespielt hatte", sagt der BVB-Sportdirektor. Im Vergleich zur Vorsaison hat Sancho sich enorm weiterentwickelt und ist klarer in seinen Aktionen geworden. Im Oktober brachte er es auf eine Passquote von 82 Prozent - ein beeindruckender Wert für einen 18-jährigen Flügelstürmer. Auch im Abschluss besitzt der Rechtsfuß nun die nötige Ruhe. Zwei der drei Großchancen, die sich Sancho in den letzten drei Partien boten, nutzte der frischgebackene englische A-Nationalspieler. Sancho blüht auf und fühlt sich in Dortmund pudelwohl. "Ich bin sehr froh, dass ich mich für den Wechsel zum BVB entschieden habe, denn diese Stadt lebt Fußball wie kaum eine andere." Diese Meinung teilen sie bei Borussia Dortmund uneingeschränkt.