Berlin - Schalke 04 ist nach seiner Gala gegen Real Madrid wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Vier Tage nach dem kräftezehrenden 4:3-Sieg beim Champions-League-Sieger trafen die Königsblauen auf starke Herthaner, sicherten am Ende ein spätes 2:2 (1:1).

Erst nutzte Änis Ben-Hatira eine zu kurze Abwehr des jungen Schalker Keepers Timon Wellenreuther (21.). Dann traf Genki Haraguchi ebenfalls im Nachschuss (81.). Den späten Schalker Ausgleich erzielte Joel Matip (90.).

Sane rückt kurz vor Anpfiff in die Startelf

Zwischenzeitlich hatte der ebenfalls erst 19-jährige Leroy Sané, der auch gegen Real getroffen hatte, bei seinem Startelfdebüt mit einem sehenswerten Lupfer-Tor für die Königsblauen ausgeglichen (40.). Das Remis dürfte für Schalke im Kampf um die erneute Qualifikation für die Königsklasse zu wenig sein.

Schalke-Trainer Roberto Di Matteo wollte dieselbe Startelf wie beim Sieg in Madrid aufs Feld schicken. Doch Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting musste kurzfristig wegen Wadenproblemen passen. Für ihn stürmte Sané. Der Ex-Herthaner Kevin-Prince Boateng saß dagegen bei seiner Rückkehr nach Berlin bis zur 79. Minute auf der Bank.

S04 trifft auf starke Berliner

Anders als Real tat Hertha den Schalkern nicht den Gefallen, die Defensive zu vernachlässigen. Nach der glücklichen Führung gerieten die Gastgeber etwas stärker unter Druck, weil Schalke einen Gang hoch schaltete. Den Gästen fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft. Die Hertha machte die Räume sehr gut eng, S04 leistete sich einige Ungenauigkeiten im Passpiel, blieb aber die aktivere Mannschaft.

Fast folgerichtig musste nach Ben-Hatiras Führung eine Einzelleistung für den Ausgleich her: Sané zog im Strafraum unwiderstehlich an den Berliner Verteidigern vorbei und lupfte den Ball frech über Keeper Thomas Kraft ins Netz (40.). Es war gleichzeitig Schalkes erstes Stürmertor in der Bundesliga in diesem Jahr.

Hertha kassierten späten Ausgleich

Auch nach dem Seitenwechsel taten sich die Schalker im letzten Drittel des Feldes schwer, die Hertha blieb sich ihrer Defensivstärke weiterhin treu, ohne dabei das Umschaltspiel zu vernachlässigen.

Die Berliner witterten ihre Chance und suchten zunehmend den Weg in die Offensive. In der 55. Minute rettete Wellenreuther stark gegen Hertha-Stürmer Salomon Kalou und machte damit seinen Fehler vor dem 0:1 wett. In der 81. Minute zog dann Stocker vor der Strafraumkante ab, Wellenreuther griff erneut daneben und der eingewechselte Genki Haraguchi staubte locker ab.

Die Alte Dame war dem Heimdreier nahe, doch Schalke legt nochmal alles rein und wurde dafür in der letzten Spielminute belohnt. Nach einer maßgenauen Flanke von Christian Fuchs schraubte sich Matip in der Box hoch und legte die Kugel per Kopf aus fünf Metern ins linke Eck. Das war gleichzeitig auch der Endstand.

SID

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Spieler des Spiels:

Joel Matip

Der Schalker Innenverteidiger erzielte kurz vor Spielende sein zweites Saisontor und sicherte seinem Club einen Punkt in Berlin. Zudem gewann er starke 73 Prozent seiner direkten Duelle, nur Nastasic gewann bei Schalke noch mehr.

So sehen es die Clubs*

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