Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat den Hamburger SV wieder mitten in den Abstiegskampf der Bundesliga gezogen. Die Schwaben setzten ihren positiven Lauf fort, obwohl sie etliche Chancen liegenließen und die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia wesentlich höher als mit 2:1 (0:0) hätten bezwingen müssen.

"Wir haben ein überragendes Spiel gemacht, eines der besten der Saison. Wir haben uns am Ende belohnt", sagte Stuttgarts Daniel Didavi bei Sky: "Der Sieg vor Wochenfrist wäre nichts wert gewesen, wenn wir heute nicht gewonnen hätten. Wir haben eine überragende Reaktion gezeigt."

Stuttgart mit offensiver Dominanz

Der VfB steht mit jetzt 21 Punkten auf Platz 15, gewann in der Bundesliga zum dritten Mal nacheinander und ist unter Kramny seit nunmehr sechs Pflichtspielen in Folge ungeschlagen. Die Hamburger knüpften dagegen nicht an die recht mutige Vorstellung gegen  Bayern München (1:2) an und waren in jeder Beziehung unterlegen.

Der HSV fiel offensiv erstmal nur auf, als Pierre-Michel Lasogga (8.) im Abseits stehend an die Latte zielte. Ansonsten war das Spiel der Hanseaten doch eher eindimensional und vor allem vor etlichen leichten Fehlern durchsetzt. Zudem waren die Stuttgarter im Zweikampf präsenter und auch gedanklich agiler.

VfB-Coach Kramny hatte den gleichen Biss, das gleiche Feuer wie zuletzt gefordert, und in puncto Einstellung war seiner Elf auch kein Vorwurf zu machen. Es wurde zudem wieder deutlich, dass die Stuttgarter im Vergleich zur Zeit unter Alexander Zorniger wesentlich gefestigter wirken. Die Zeit des Wildwest-Fußballs ist am Neckar vorüber.

HSV mit zu wenig Antworten

Den "heißen Fight", von dem Labbadia an seiner alten Wirkungsstätte ausgegangen war, bot fast ausschließlich der VfB. Insbesondere über die Flügel, und da über die spielfreudigen Filip Kostic sowie Lukas Rupp, beschäftigten die Stuttgarter den häufig behäbigen HSV gehörig. Konstruktive Befreiungen der Labbadia-Elf waren gerade vor der Pause eine Seltenheit.

Nach dem Wechsel schlichen sich zwar beim VfB im Passspiel zunehmend Konzentrationsschwächen ein, dennoch behielt die Kramny-Elf ihre optischen Vorteile - auch weil der HSV aus den sich immer mal ergebenden Räumen lange Zeit viel zu wenig machte. Nach dem Konter zum Ausgleich scheiterte noch Ivo Ilicevic (79.) freistehend.

SID

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Spieler des Spiels: Artem Kravets

Gerade einmal zehn Minuten war Artem Kravets auf dem Platz, als er die Vorlage des ebenfalls eingewechselten Alexandru Maxim zum entscheidenden 2:1 verwandelte. Es war in seinem ersten Heimspiel für die Stuttgarter sein erstes Tor im VfB Dress.