Sinsheim - Die TSG Hoffenheim macht im Abstiegskrimi weiter an Boden gut. Gegen Hertha BSC feierte das team von Julian nagelsmann einen späten 2:1 (1:1)-Sieg.

Die Kraichgauer sind seit fünf Spielen ungeschlagen. TSG-Coach Julian Nagelsmann hat zu Hause noch nie verloren (vier Siege, ein Remis).

Vor 27.745 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena waren die Gäste bereits in der dritten Minute der Führung ganz nahe. Der frühere TSG-Torjäger Vedad Ibisevic, der wegen eines Kieferhöhlenbruchs mit einer Carbonmaske auflief, scheiterte freistehend am Hoffenheimer Torwart Oliver Baumann.

Schär-Premiere zum Ausgleich

Die Kraichgauer, die ohne den gesperrten Nationalspieler Sebastian Rudy und den verletzten Innenverteidiger Ermin Bicakcic auskommen mussten, kamen nur sehr schwer ins Spiel. Die Hertha hatte in der ersten Viertelstunde alles im Griff. Erst in der 18. Minute sorgte Uth zum ersten Mal für Gefahr vor dem Berliner Tor - die Chance war ähnlich hochkarätig wie die von Ibisevic auf der Gegenseite.

Trotz dieser Möglichkeit für Hoffenheim machten die Berliner weiter den besseren Eindruck. Die Führung durch das zweite Saisontor von Innenverteidiger Stark, der nach einer Ecke von Marvin Plattenhardt per Kopf traf, war verdient.

Die Herthaner, bei denen Mitchell Weiser fehlte, konnten sich allerdings nicht allzu lange darüber freuen. Nach einem Freistoß von Nadiem Amiri war Innenverteidiger Fabian Schär ebenfalls per Kopf für die TSG zur Stelle. Es war der erste Bundesligatreffer des Schweizers. Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff sorgte Uth für die Entscheidung.

Fast wären die Berliner noch vor der Pause in Führung gegangen, der abgefälschte Schuss des Niederländers Salomon Kalou landete aber am Pfosten (41.). In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs war es erneut Kalou, der die Chance auf den zweiten Berliner Treffer vergab.

Nach dem Seitenwechsel war es der Hoffenheimer Andrej Kramaric, der die Führung auf dem Fuß hatte (52.). Kurz darauf vergab Hertha-Abwehrchef John Brooks auf der Gegenseite per Kopf (56.). Nach einer kurzen Verschnaufpause nahm das Spiel ab der 65. Minute noch einmal Fahrt auf, Uth vergab die beste Möglichkeit in dieser Phase (67.). 

Beste Spieler der Hoffenheimer waren Baumann und Niklas Süle. Bei der Hertha konnten Stark und Torwart Rune Jarstein überzeugen.

SID

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Spieler des Spiels: Nadiem Amiri

Nadiem Amiri legte per Freistoß den Ausgleich auf, war zudem der Spieler mit den meisten Torschüssen (vier) auf dem Platz und legte auch die meisten Abschlussaktionen aller Spieler auf (acht).