Bremen - Der Hamburger SV darf sich weiter nach oben orientieren: In einem über weite Strecken einseitigen Nordderby setzten sich die Gäste im Weser-Stadion verdient mit 3:1 (2:0) durch. Die Drangphase von Werder Bremen nach der Pause reichte nicht, um das Spiel in eine andere Richtung zu drehen.

Schon in der dritten Spielminute brachte Ivo Ilicevic den HSV mit einem sehenswerten Schlenzer in den Torwinkel in Führung. Beim zweiten Tor für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia half allerdings das Glück mit: Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic fälschte in der 26. Minute einen Freistoß von Michael Gregoritsch unhaltbar ab.

Müllers Konter ins Glück

Torjäger Anthony Ujah gelang noch mit seinem sechsten Saisontor der Anschlusstreffer (62.). Die Entscheidung fiel durch Nicolai Müller, der in der 68. Minute einen Konter mit dem dritten Hamburger Tor abschloss.

Lasogga früh verletzt raus

Für den HSV war es der erste Sieg an der Weser seit acht Jahren. Die Gastgeber kassierten im siebten Heimspiel bereits die sechste Niederlage. Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion war der HSV über weite Strecken die bessere Mannschaft. Die Hamburger überzeugten durch gute Raumaufteilung und Griffigkeit in den Zweikämpfen und hätten schon zur Halbzeit höher führen müssen. Die Grün-Weißen hingegen fanden nicht in die Partie und entwickelten in dieser Phase kaum Torgefahr.

Selbst das frühe Ausscheiden von Pierre-Michel Lasogga warf die Hamburger nicht aus der Bahn. Der Torjäger kugelte sich in der 25. Minute die Schulter aus und musste durch Sven Schipplock ersetzt werden.

Ujahs Treffer reicht nicht

Nach dem Seitenwechsel entwickelte das Team von Coach Viktor Skripnik zunächst mehr Offensivdruck, doch trotz mehrfachen Ersatzes hielt die HSV-Deckung erst einmal stand. In der 51. Minute war HSV-Torhüter René Adler gegen Fin Bartels auf dem Posten, 60 Sekunden später verzog der Bremer Mittelfeldspieler erneut, ehe dann zumindest Ujah traf.

SID

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Spieler des Spiels: Ivo Ilicevic

Ivo Illicevic erzielte das früheste Tor seiner Bundesliga-Karriere, traf dabei erstmals diese Saison in einem Gastspiel und legte später auch noch den Treffer durch Müller mit einem langen Pass auf. Ilicevic lief zudem über elf Kilometer und war gemeinsam mit Gregoritsch abschlussfreudigster Hamburger (drei Torschüsse).