Bremen - Der SV Werder Bremen hat sich mit einem Erfolg im "Abstiegsendspiel" gegen Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt gesichert und die Hessen in die Relegation geschickt. Ein Tor von Papy Djilobodji in der 88. Minute besiegelte einen verdienten, aber hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg gegen die Gäste, die sich nun in zwei Partien gegen den Dritten der 2. Bundesliga 1. FC Nürnberg behaupten müssen.

Letztlich gab das unermüdliche Anrennen der Norddeutschen den Ausschlag vor 42.100 Zuschauern zu ihren Gunsten. Eine Halbzeit lang stand die Deckung der Eintracht sehr sicher und geriet nur durch einen Freistoß von Zlatko Junuzovic (31.). In der Folgezeit allerdings konnten die Frankfurter diese konsante Abwehrarbeit nicht mehr fehlerfrei durchhalten.

Wiedwald pariert zweimal stark

Die Mannschaft von Eintracht-Trainer Niko Kovac hingegen stand bei ihren wenigen Gegenangriffen gleich zweimal dicht vor dem Führungstreffer. Werder-Torhüter Felix Wiedwald war bei einem Kopfball von Änis Ben-Hatita (2.) und einem Distanzschuss von Makoto Hasebe (20.) gefordert. Nach diesen beiden Szenen riss es Werder-Coach Viktor Skripnik förmlich von der Trainerbank, mit wütenden Handbewegungen mahnte er mehr Konzentration bei seinem Team an.

Erwartungsgemäß verzichtete Kovac zunächst auf den Einsatz von Alex Meier. Der Torjäger hatte zehn Wochen lang wegen einer Knieverletzung pausieren müssen. Auch Innenverteiger Carlos Zambrano nahm zu Beginn auf der Auswechselbank Platz. Bei den Bremern ersetzte Nachwuchsspieler Maximilian Eggestein den gelbgesperrten Fin Bartels.

Djilobodji erlöst Werder

Nach dem Seitenwechsel verstärkte sich der Druck der Grün-Weißen. Frankfurt kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus.

Doch war das Skripnik noch nicht genug. Nach exakt einer Stunde ersetzte der Ukrainer Eggestein durch Torjäger Anthony Ujah, der Routinier Claudio Pizarro in der Sturmspitze unterstützen sollte.

Schon drei Minuten später war Ujah an einer guten Angriffsaktion beteiligt, die Junuzovic allerdings überhastet abschloss. In der 68. Minute antwortete Kovac seinem Kollegen und schickte Zambrano für Ben-Hatira auf das Spielfeld. Sechs Minuten später hielt Lukas Hradecky gegen Ujah. Djilobodjis Treffer erlöste aber schließlich den Werder-Anhang.

SID

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Spieler des Spiels: Papy Djilobodji

Papy Djilobodji schoss Werder mit seinem zweiten Saisontor zum Klassenerhalt. Der Senegalese hatte zudem die meisten Ballbesitzphasen aller Akteure (93) und war mit 89 Prozent gewonnenen Duellen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz.