Prag - Der FC Schalke 04 kam beim tschechischen Rekordmeister Sparta Prag nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und verpasste damit den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde. Nach nur einem Sieg in den letzten sieben Pflichtspielen ist das Team von Trainer André Breitenreiter im Bundesliga-Klassiker am Sonntag bei Borussia Dortmund Außenseiter.

68 Stunden vor dem Derby, bei dem Manager Horst Heldt "Zähnefletschen" erwartet, begannen die Gelsenkirchener eher zahnlos. Nach dem frühen Rückstand durch David Lafata (6.) glich Johannes Geis per Foulelfmeter aus (20.). Erst danach verdienten sich die Gäste den Punktgewinn, ohne mit einer durchwachsenen Leistung aber neuen Mut für den Ruhrpott-Schlager zu schöpfen. Schalke bleibt immerhin Tabellenführer in der Gruppe K und hat weiter sehr gute Aussichten, in der Europa League zu überwintern.

"Unsere Fehlpassquote war zu hoch"

"Wir sind anfangs nicht ins Spiel gekommen. Wir haben aber die Köpfe oben behalten und hätten gewinnen können. Unsere Fehlpassquote war zu hoch", sagte Roman Neustädter bei Sky.

Breitenreiter hatte seine Mannschaft auf fünf Positionen gegenüber dem enttäuschenden 1:1 gegen den FC Ingolstadt verändert. Neben den verletzten Innenverteidigern Benedikt Höwedes (Mittelhandbruch) und Joel Matip (Hexenschuss) fehlten auch die Mittelfeldspieler Sead Kolasinac und Max Meyer sowie der Stürmer Franco Di Santo, mit vier Treffern bis dato erfolgreichster Torjäger des Wettbewerbs, in der Startelf.

Auf dem falschen Fuß erwischt

Antreiber Johannes Geis, in der Bundesliga noch für drei Spiele gesperrt, gab ein Kurz-Comeback. Zudem rotierten Neustädter, Kaan Ayhan, Pierre-Emile Höjbjerg und Eric Maxim Choupo-Moting ins Team. Leon Goretzka spielte überraschend auf der Zehner-Position.

Die umformierte Innenverteidigung geriet schon in den ersten Minuten ins Schwimmen: Zunächst rettete Torwart Ralf Fährmann noch gegen Lafata. Nach einer kurzen Ecke, einer präzisen Flanke von Lukas Marecek und einem kollektiven Blackout der Schalker Abwehr köpfte Prags Kapitän nur 30 Sekunden später ungehindert zum 1:0 ein.

Partie nach der Pause ausgeglichen

Der Ausgleich fiel wie aus heiterem Himmel: Goretzka fädelte am Stafraumrand bei Costa Nhamoinesu ein. Den Elfmeter verwandelte Geis sicher. Der Bundesligavierte bekam nun einen besseren Zugriff aufs Spiel. Nach der bis dato besten Kombination scheiterte Goretzka mit einem 18-m-Schuss an Torhüter David Bicik (35.).

Nach der Pause verhinderte zunächst Fährmann mit einem Reflex nach einem Schuss von Borek Dockal einen erneuten Rückstand (52.). Dann setzte Goretzka den Ball nach schönem Zuspiel von Choupo-Moting den Ball auf die Latte (54.). Danach verflachte die Partie zusehends, Torchancen wurden immer seltener.

SID

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