Thessaloniki - Borussia Dortmund hat bei der Generalprobe für den Bundesliga-Gipfel nur ein Remis herausgeholt. Drei Tage vor dem Gastspiel beim FC Bayern München (alles zum Klassiker) kam der von Trainer Thomas Tuchel auf insgesamt acht Positionen veränderte Bundesliga-Zweite ohne fünf absolute Leistungsträger über ein 1:1 (0:1) bei PAOK Saloniki nicht hinaus. Nach dem zweiten Gruppenspiel der Europa League sind die Westfalen seit drei Pflichtspielen ohne Sieg.

Der ehemalige Nürnberger Bundesliga-Profi Robert Mak (34.) stellte den Spielverlauf der Anfangsphase mit seinem Kontertor auf den Kopf, bevor Gonzalo Castro mit seinem erstem ersten Treffer für den BVB (72.) zum verdienten Ausgleich traf. Damit warten die Griechen seit 34 Jahren auf einen Sieg gegen eine deutsche Mannschaft und beendeten zugleich die Serie der Westfalen von zuvor fünf Siegen unter Tuchel auf der europäischen Bühne.

Tuchel rotiert

Mit Blick auf die Partie am Sonntag in München hatte Tuchel hoch gepokert und die Startelf im Vergleich zum letzten Liga-Spiel gegen Darmstadt 98 (2:2) völlig umgekrempelt. Die Leistungsträger Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang, Sokratis und Shinji Kagawa hatten die Reise gar nicht erst angetreten.

Trotz der mutigen Rotation kontrollierte der BVB in der ersten Hälfte Ball und Gegner, ließ jedoch allzu oft die Präzision im letzten Pass vermissen, um frühzeitig in Führung zu gehen. Saloniki zog sich in die Defensive zurück und lauerte auf Konter.

Der BVB setzte sich auf Anhieb in der gegnerischen Hälfte fest. Nur sporadisch tauchte der Tabellenvierte der griechischen Meisterschaft in der Dortmunder Hälfte auf und lauerte auf Konter. Neuzugang Dimitar Berbatov, einer von vier einstigen Bundesliga-Profis im Team der Griechen, war zunächst mehr mit Abwehraufgaben beschäftigt.

Nötige Automatismen fehlen

Castro, mit 65 Europacup-Einsätzen der erfahrenste BVB-Akteur auf dem Feld, und Marco Reus vergaben die größten Chancen bis zur Pause. Die Griechen nutzten hingegen ihren ersten Konter und ersten Torschuss durch Mak zur Führung aus heiterem Himmel und profitierten dabei von einem Abstimmungsproblem der Dortmunder Defensive.

Auch in der zweiten Halbzeit fehlten es in der BVB-Formation, die in dieser Zusammensetzung wohl nie mehr spielen wird, zwangsläufig an den nötigen Automatismen, um Saloniki mit schnellem  Kombinationsspiel zu überraschen. Schließlich verirrte sich ein Pass von Castro in den Strafraum an Mann und Maus vorbei ins Tor. 

SID

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