Berlin - Hertha BSC lässt sich im Kampf um die Champions-League-Plätze nicht abschütteln. Der Berliner Fußball-Bundesligist setzte sich in einem ereignisarmen Heimspiel gegen Abstiegskanditat Eintracht Frankfurt mit 2:0 (0:0) durch und verteidigte erfolgreich den dritten Tabellenplatz.

Mit einem Traumtor unter die Latte hatte Mittelfeldspieler Mitchell Weiser die 1:0-Führung (63.) für Hertha erzielt, ehe Stürmer Salomon Kalou mit einem erfolgreichen Solo das 2:0 (78.) gelang. Für die seit über vier Monaten auswärts sieglosen Frankfurter wird die Abstiegsgefahr immer akuter.

Hertha-Trainer Pal Dardai überraschte bei der Aufstellung: Sein Kapitän Fabian Lustenberger musste erstmals in dieser Saison auf der Bank Platz nehmen. Für ihn rückte Vladimir Darida nach abgesessener Gelbsperre zurück ins Team. Die Frankfurter waren ohne ihren Torjäger Alex Meier (Knieprobleme) nach Berlin gereist.

Meier hätte in der ersten Halbzeit ohnehin auf verlorenem Posten gestanden, das Spiel fand fast ausschließlich zwischen den Strafräumen statt. Beide Teams waren vor allem auf Absicherung bedacht, wobei die Hertha etwas mehr Spielanteile hatte. Gegen die dicht gestaffelte Eintracht-Defensive fanden die Berliner aber kaum ein Durchkommen, Torjäger Vedad Ibisevic bekam so gut wie keinen verwertbaren Ball zugespielt. Seine erste Chance in der 40. Minute erarbeitete sich der Bosnier selbst. 

Hertha durfte sich beim Pausenpfiff zumindest darüber freuen, zum neunten Mal in Folge in der ersten Halbzeit ohne Gegentreffer geblieben zu sein. Die zweite Halbzeit begann vielversprechend: Ibisevic verpasste eine scharfe Hereingabe von Marvon Plattenhardt nur um einen Fußlänge (48.). Doch danach gab es wieder viel Leerlauf, kaum ein Angriff wurde mit Zug zum Tor ausgespielt. Gefahr resultierte fast nur nach Standards, so wie beim Kopfball von Hertha-Innenverteidiger Niklas Stark nach einem Freistoß (61.). Schön herausgespielt waren dagegen die Berliner Treffer durch Weiser und Kalou.

SID

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Spieler des Spiels: John Anthony Brooks

An der Basis des Berliner Spiels stand mal wieder ein Spiel ohne Gegentor und nach dem Ausfall von Sebastian Langkamp wird Anthony Brooks zum neuen Abwehrchef der Hertha. Brooks gewann überragende 85 % seiner Zweikämpfe, das war klarer Bestwert der Partie . Vor allem Frankfurts Stürmer Haris Seferovic hatte nicht viel zu lachen, er verlor alle seine sechs Duelle gegen Brooks.