Hannover - 1899 Hoffenheim hat den Klassenerhalt in der Bundesliga nach langem Zittern geschafft. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann verlor zwar am 33. Spieltag bei Absteiger Hannover 96 0:1 (0:1), kann aber die Saison nicht mehr schlechter als mit Platz 15 abschließen. Hiroshi Kiyotake (28.) erzielte den umjubelten Siegtreffer für 96.

Für Hannover war es das letzte Bundesliga-Heimspiel für mindestens 15 Monate - die Niedersachsen stehen schon seit dem 24. April als Absteiger in die 2. Bundesliga sich die "Roten" aber würdevoll von den Fans.

38.096 Zuschauer sahen ein schwungvolles Spiel, beide Teams verzichteten auf ein taktisches Abtasten bei über 20 Grad auf dem Rasen. Sowohl die Hausherren als auch Hoffenheim erspielten sich gute Möglichkeiten, doch 96-Keeper Ron-Robert Zieler konnte sich gegen Andrej Kramaric (5.) und Mark Uth (14.) auszeichnen, auf der Gegenseite parierte Oliver Baumann gegen Felix Klaus (6.), zudem vergab Noah-Joel Sarenren-Bazee (19.) aus kurzer Distanz.

96 mit großer Leidenschaft

Doch dann belohnte sich 96 für den betriebenen Aufwand. Der quirlige Sarenren-Bazee setzte sich auf der rechten Seite durch, spielte nach innen und Kiyotake schob aus zwölf Metern ein. Niklas Süle machte bei seinem Rettungsversuch auf der Linie eine unglückliche Figur.

Hoffenheim war nach dem Gegentreffer und angesichts des forschen Auftritts von Hannover zunächst sichtlich beeindruckt, ließ die zuletzt gezeigte spielerische Leichtigkeit vermissen. Erst Mitte der zweiten Hälfte zogen die Hoffenheimer mit dem eingewechselten Kevin Kuranyi, der in der 65. Minute eine gute Gelegenheit liegenließ, wieder das Tempo an und kamen zu einigen Möglichkeiten. Doch Hannover hielt mit viel Leidenschaft dagegen.

Gedenkminute für Feierabend

Vor der Partie wurde Niklas Feierabend gedacht. Feierabend war am vergangenen Wochenende im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Das Offensiv-Talent hatte erst im Februar einen Profi-Vertrag unterschrieben und sollte im Sommer endgültig zur ersten Mannschaft von 96 gehören. Die Fans applaudierten eine Minute.

Hannover hatte seine Besten in Sarenren-Bazee und Kiyotake, bei Hoffenheim überzeugten noch Kevin Volland und Baumann.

SID

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Spieler des Spiels: Hiroshi Kiyotake

Hiroshi Kiyotake war vor der Pause der spielbestimmende Spieler und an fünf der neun Torschüsse der Niedersachsen in den ersten 45 Minuten beteiligt. Sein Siegtreffer war das fünfte Saisontor des Japaners, der damit seinen persönlichen Rekord aus der Vorsaison einstellte. Zudem überzeugte Kiyotake bis zu seiner Auswechslung mit starken 67 Prozent gewonnenen Zweikämpfen.