Hamburg - Der Hamburger SV hat sich gegen Bayer Leverkusen dank Rene Adler einen Punkt erkämpft. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia sicherte sich nach zuletzt zwei Niederlagen dank der Paraden ihres Keepers ein 0:0 gegen die Werkself.

Das Teamvon Trainer Roger Schmidt war eigentlich spielerisch überlegen, ließ aber den letzten Punch vermissen. Der HSV, der kämpferisch überzeugte, bleibt im Tabellenmittelfeld. Am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden.

Adler zahlt das Vertrauen zurück

Vor 54.957 Zuschauern überraschte Labbadia mit dem Wechsel im Tor: Adler verdrängte knapp zwei Monate nach seiner erlittenen Schulterprellung den zuletzt souveränen Jaroslav Drobny. Auf der Gegenseite setzte Schmidt Hakan Calhanoglu an der alten Wirkungsstätte zunächst nur auf die Bank.

Adler rechtfertigte prompt seinen Einsatz gegen seinen Ex-Club. Mit zwei absoluten Weltklasse-Paraden verhinderte der ehemalige Nationaltorhüter einen HSV-Rückstand zur Pause. Erst parierte Adler einen Kopfball von Kyriakos Papadopoulos (24.) mit einem sehenswerten Reflex, dann lenkte er einen Schuss von Julian Brandt (41.) im letzten Moment noch über die Latte. Zudem hatte der 30-Jährige noch gegen Ömer Toprak (27.) eine gute Szene.

Chancen bleiben auf beiden Seiten ungenutzt

Der HSV brachte hingegen offensiv lange überhaupt nichts zustande. Die Hamburger waren zwar bemüht, blieben in ihren Aktionen aber zu unpräzise und völlig kreativfrei. Zwingende Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Und so übernahm Bayer ohne zu überzeugen die Kontrolle über das Spiel.

Nach der Pause zogen die Hausherren das Tempo etwas an und gestalteten die Partie zunehmend ausgeglichen. Aaron Hunt und Nicolai Müller (50.) hatten mit einer Doppel-Chance sogar die Möglichkeit zum 1:0 - doch auch Bernd Leno hatte im Bayer-Tor einen guten Tag erwischt. In der Folge entwickelte sich eine am Ende dann doch noch spannende Bundesliga-Partie mit weiteren Möglichkeiten auf beiden Seiten. 

SID

Spieler des Spiels: Rene Adler

Rene Adler stand im Duell gegen Leverkusen zum ersten mal seit dem dritten Spieltag wieder auf dem Feld. Mit seinen 3 Paraden trug er vor allem in der ersten Häfte dazu bei, dass der Kasten der Hamburger sauber blieb.

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