Sevilla - Borussia Mönchengladbachunterlag in der Europa League bei Titelverteidiger FC Sevilla trotz einer sehr engagierten Leistung im Zwischenrunden-Hinspiel unglücklich mit 0:1 (0:0) und benötigt in einer Woche im Borussia-Park im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale einen Sieg mit zwei Toren Unterschied.

Die erste Gladbacher Niederlage im neunten Spiel in dieser Europacup-Saison besiegelte nach der ersten Unaufmerksamkeit in der Defensive der Gäste Vicente Iborra (70.). Sevilla blieb unterdessen auch im zehnten Europacup-Heimspiel gegen eine deutsche Mannschaft ungeschlagen.

"Zahlreiche Chancen nicht genutzt"

"Wir haben unsere zahlreichen Chancen nicht genutzt. Das Gegentor ärgert deshalb umso mehr, weil wir defensiv eigentlich gut gestanden haben. Das ist schade. Es ist aber noch alles drin, wir können das nächste Woche noch drehen", sagte Sportdirektor Max Eberl nach dem Spiel.

Trainer Lucien Favre hatte die Rotationsmaschine wieder kräftig angeworfen, unter anderem saß Nationalspieler Max Kruse zunächst überraschend nur auf der Bank. Seine Mannschaft hatte aber trotz der Veränderungen keine Anlaufschwierigkeiten im Estadio Ramón Sánchez Pizjuán und bot dem Tabellenfünften der spanischen Liga von Beginn an Paroli.

Gut organisierte Defensive

Die von Abwehrchef Martin Stranzl gut organisierte Defensive der Gäste ließ in der ersten Halbzeit überhaupt nichts zu, mit zunehmender Dauer gewann die Borussia sogar immer mehr Spielkontrolle. Gladbach hatte auch die erste Chance in einer hektischen Begegnung mit vielen harten Zweikämpfen. Weltmeister Christoph Kramer scheiterte an seinem 24. Geburtstag mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze an Torhüter Sergio Rico (20.).

Auch in der Folge ließen sich die Gäste nicht den Schneid abkaufen. Granit Xhaka und Kramer sorgten für Ordnung und Stabilität im defensiven Mittelfeld und auch die Aktionen in der Offensive wurden immer selbstbewusster. Die beste Möglichkeit zur Führung der Gäste vergab Fabian Johnson. Nach schönem Zuspiel von Raffael fand auch der US-Nationalspieler in Rico seinen Meister (33.).

Wendt verzieht aus guter Position

Gladbach präsentierte sich auch nach dem Wechsel hellwach. Oscar Wendt verzog aber aus guter Position (50.). Sevilla erhöhte in der zweiten Halbzeit zwar das Tempo, kreativ wurden die Gastgeber gegen die kompakte Abwehr des Tabellendritten der Bundesliga aber lange Zeit nicht. Gladbachs Schlussmann Yann Sommer musste kaum eingreifen, weil seine Mitspieler sich weiter zweikampf- und laufstark präsentierten.

20 Minuten vor dem Ende leistete sich Wendt allerdings einen Stellungsfehler gegen Diogo Figueiras, dessen Zuspiel Iborra verwertete. Der eingewechselte Kruse vergab per Kopf fünf Minuten vor dem Ende die beste Gelegenheit zum Ausgleich.

SID

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