Köln - Der FC Schalke 04 ist in der Europa League weiter auf Kurs. Gegen Krasnodar gewannen die Königsblauen mit 1:0 (1:0) und fuhren damit den dritten Sieg im dritten Spiel ein. Yevhen Konoplyanka sorgte mit seinem ersten Pflichtspieltor für S04 für den Sieg. Der FSV Mainz 05 spielte 1:1 (1:0) unentschieden gegen den RSC Anderlecht und bleibt damit im Wettbewerb ungeschlagen.

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FC Krasnodar - FC Schalke 04 0:1

Schalke übernahm nach dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabellenspitze der Gruppe I und hat beste Chancen, zum siebten Mal in Folge die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs zu überstehen. 

Trainer Markus Weinzierl veränderte seine Startelf wegen der vielen Verletzungsausfälle im Vergleich zur Bundesliga-Partie beim FC Augsburg am vergangenen Samstag auf sechs Positionen. Für den schwer verletzten Breel Embolo stürmte statt Torjäger Klaas-Jan Huntelaar überraschend Franco Di Santo in der Spitze. Zudem ersetzten Dennis Aogo, Max Meyer und Konoplyanka die daheimgebliebenen Nabil Bentaleb, Leon Goretzka und Eric Maxim Choupo-Moting. Für Alessandro Schöpf und Johannes Geis rückten Junior Caicara und Benjamin Stabmouli in die Startaufstellung. 

Die Schalker übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und kreierten früh Torchancen. Schon in der 7. Minute wurde es das erste Mal wirklich brenzlig: Eine Flanke von Aogo fand Meyer, der nur knapp scheiterte. Wenig später klappte es dann besser: Nach einem Kopfballduell zwischen Matija Nastasic und Kouassi Eboue, fiel der Ball Konoplyanka an der Strafraumgrenze vor die Füße - der Neuzugang verwandelte sehenswert aus rund 14 Metern volley ins rechte obere Eck.

Ab der 60. Minute wurden die Knappen zunehmend unkonzentriert und die Russen, die in der Liga derzeit nur auf dem sechsten Platz der Tabelle stehen, kamen häufig gefährlich vor das Tor. Ein Gegentor ließ der Bundesligist auch dank guter Paraden Ralf Fährmanns aber nicht zu. 

FSV Mainz 05 - RSC Anderlecht 1:1

© gettyimages / Simon Hofmann

Die Führung durch Yunus Malli (10./Foulelfmeter) glich bei strömendem Regen der Pole Lukasz Teodorczyk (65.) noch aus. FSV-Trainer Martin Schmidt verpasste damit einen Prestigeerfolg im "Schweizer Duell" mit seinem Landsmann und Anderlecht-Coach René Weiler, der einst den 1. FC Nürnberg betreut hatte. Bereits gegen den AS Saint-Etienne, der ebenfalls fünf Punkte auf dem Konto hat, hatte Mainz eine Führung verspielt.

Vier Tage nach dem ersten Heimsieg seit über einem halben Jahr hatte Schmidt seine Startelf im Vergleich zum 2:1 gegen Darmstadt 98 auf drei Positionen geändert. Unter anderem rückte vor 21.317 Zuschauern Kapitän Niko Bungert in die Mannschaft.

Zunächst hatte der Innenverteidiger nicht viel zu tun, da Mainz von Beginn an ein hohes Tempo vorlegte und den Tabellenführer der belgischen Liga weit in der eigenen Hälfte einschnürte. Die Anfangsoffensive wurde dann auch belohnt. Nach einem Foul von Olivier Deschacht an dem schon in den vergangenen Wochen überragenden Flügelstürmer Pablo de Blasis verwandelte Malli den fälligen Strafstoß. Auch nach der Führung schraubten die Rheinhessen das Tempo vor den Augen von DFB-Sportdirektor Hansi Flick nicht zurück.

Auch nach dem Wechsel suchte das Schmidt-Team sein Heil in der Offensive. Der quirlige De Blasis verpasste die Vorentscheidung, als er nach Flanke von Jean-Philippe Gbamin (51.) an RSC-Schlussmann Davy Roef scheiterte. Doch Anderlecht blieb bei Kontern gefährlich und glich durch einen Kopfball von Teodorczyk aus.