München - Beim Startelf-Comeback von Bastian Schweinsteiger ist dem FC Bayern München der erhoffte positive Jahresabschluss in der Champions-League gelungen. Der Rekordmeister setzte sich zum Ende der Gruppenphase gegen ZSKA Moskau mit 3:0 (1:0) durch und gewann zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte fünf der sechs Vorrundenspiele.

Thomas Müller (18.) sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für die Führung, Sebastian Rode erhöhte nach einer Schweinsteiger-Flanke per Kopf (84.), Mario Götze (90.) stellten den Endstand sicher. Mit 24 Treffern Müller nun alleiniger Rekordtorschütze der Bayern in der Königsklasse. Die weitgehend passiven Moskauer hätten sich vor 68.000 Zuschauern nur mit einem Sieg noch die theoretische Chance auf ein Weiterkommen erhalten können.

"Das erste Champions-League-Tor ist für mich etwas besonderes. Moskau hat sehr tief gestanden, wir haben aber auch einige Chancen ausgelassen. Jetzt warten wir darauf, wenn wir zugelost bekommen", sagte Rode bei Sky. Trainer Pep Guardiola meinte: "Wir haben mit großer Seriosität gespielt. Alle haben es gut gemacht. Ich bin sehr zufrieden mit Bastis Leistung. Ich bin sehr stolz auf den gesamten Kader. Wir haben in der Champions League nur ein Spiel verloren. Wir waren in jedem Spiel besser als unser Gegner."

Bayern dominiert, ZSKA kontert

Obwohl die Bayern längst als Erster der Gruppe E festgestanden hatten, war die Elf von Pep Guardiola das dominierende Team. Die auf Konter lauernden Russen kamen selten in die Offensive, dennoch musste Nationaltorwart Manuel Neuer in der 23. Minute einen Alleingang von ZSKA-Stürmer Seydou Doumbia stoppen.

Schweinsteiger übernahm in gewohnter und überzeugender Manier die Rolle des Mittelfeldlenkers. Vor zweieinhalb Wochen hatte er in der Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim nach monatelanger Zwangspause eine umjubelte Rückkehr gefeiert. Nun lief er erstmals seit dem WM-Finale gegen Argentinien wieder in einem Pflichtspiel von Beginn an auf - und als Vertreter des verletzten Philipp Lahm auch mit der Kapitänsbinde am Arm.

Guardiola rotiert und gewinnt

Guardiola nutzte die unbedeutende Begegnung zudem, um einigen Teilzeitkräften eine Bewährungschance zu geben. Wie erwartet kam der Ex-Frankfurter Sebastian Rode zum Zug, aber auch der abwanderungswillige Pierre-Emile Höjbjerg sowie Youngster Gianluca Gaudino durften anfangen - Xabi Alonso, Arjen Robben oder Robert Lewandowski dagegen erst einmal verschnaufen. Robben und Lewandowski ersetzten dann nach dem Wechsel Torschütze Müller und Franck Ribéry.

In den ersten Minuten hakte das Bayern-Spiel noch, wohl auch bedingt durch die ungewohnte Formation. Moskau wurde dagegen gleich beim ersten Angriff gefährlich, aber der Ivorer Doumbia (6.) köpfte knapp daneben. Bei den Münchner passte vor allem die Abstimmung noch nicht so recht. Immer wieder störten Fehlpässe den Spielfluss.

In Hälfte zwei steigt die Spielfreude

Die Aktionen wurden allerdings minütlich sicherer. Als dann Ribéry von Bebras Natcho im Strafraum gelegt wurde, ließ Nationalspieler Müller sich die Chance nicht entgehen. Aber erst durch einen Schuss von Schweinsteiger in der 41. Minute erzeugten die Bayern wieder echte Torgefahr.

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Münchner am Drücker, obwohl Moskau seine vorsichtige Haltung zumindest etwas ablegte. Lewandowski (51.) prüfte ZSKA-Keeper Igor Akinfejew mit einem strammen Schuss, Robben (59. und 72.) ebenfalls, die letzte Konsequenz fehlte Guardiolas Elf jedoch bis zum Schluss. Dazu hatte Lewandowski Pech, dass ein Kopfball (74.) sowie ein Linksschuss (80.) auf der Linie geklärt wurde. Erst Rode und Götze stellten den auch in der Höhe verdienten Sieg her.

SID

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