München - Der FC Bayern München hat dank Franck Ribéry vier Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Benfica Lissabon in der Bundesliga seine Pflicht erfüllt. Der deutsche Rekordmeister gewann gegen Eintracht Frankfurt nach einer überlegenen Vorstellung verdient mit 1:0 (1:0) und behauptete bei sechs ausstehenden Spielen seinen komfortablen Vorsprung vor Borussia Dortmund.

Für die Eintracht wird die Situation im Abstiegskampf dagegen immer brenzliger. Für den neuen Trainer Niko Kovac, der 2003 mit den Münchnern Deutscher Meister geworden war, war es die zweite Niederlage im dritten Spiel.

Der starke Ribéry brachte das Team von Trainer Pep Guardiola in der 20. Minute mit einem Traumtor in Führung. Die Vorarbeit leistete Mario Götze, dem Guardiola den zweiten Startelfeinsatz nach langer Verletzungspause gönnte. Die Bayern, die sich vor der Lissabon-Partie am Dienstag nicht allzu sehr verausgabten, stellten so einen weiteren Bundesliga-Rekord auf: Es war das achte Zu-Null-Spiel gegen den gleichen Gegner in Folge.

Götze hatte seinen Trainer beim 4:1 gegen Italien offenbar doch beeindruckt. Allerdings fehlten der verletzte Arjen Robben und der leicht angeschlagene Kingsley Coman (muskuläre Probleme). Douglas Costa saß wegen seiner Länderspielreise zunächst nur auf der Bank.

Ribéry zeigt sich äußerst spielfreudig

Fünf Wechsel hatte Guardiola im Vergleich zum 1:0 in Köln insgesamt vorgenommen, am Spiel der Münchner änderte sich nichts. Von Beginn an drängten sie eine äußerst defensiv eingestellte Eintracht, die es mit einer Fünfer-Abwehrkette versuchte, zurück.

Zunächst fehlten den Bayern aber die Ideen, um das stabile Bollwerk zu knacken. Erst in der 15. Minute hatte Götze die erste große Chance, kam nach einer Hereingabe des spielfreudigen Ribéry aber nicht mehr richtig hinter den Ball.

Hradecky hält Frankfurt im Spiel

Kurz darauf fasste sich Götze von der Strafraumgrenze ein Herz. Torwart Lukas Hradecky konnte den Ball nur abprallen lassen, Ribéry vollendete mit einem sehenswerten Seitfallzieher. Die Bayern blieben angetrieben vom umtriebigen Franzosen auch in der Folge am Drücker, konnten in einem teils hitzigen Spiel vor der Pause aber nicht mehr nachlegen.

Nach dem Wechsel hatte zunächst die Eintracht die erste Möglichkeit durch Szabolcs Huszti. Anschließend verpassten Thomas Müller, Xabi Alonso, der nur die Latte traf, und Juan Bernat eine frühe Entscheidung. Anschließend scheiterte erneut Alonso am guten Hradecky (66.). In der Schlussphase mussten die Münchner so noch unnötig zittern.

SID

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Spieler des Spiels: Franck Ribéry

Franck Ribery avancierte mit einem Traumtor zum entscheidenen 1:0 zum Matchwinner der Münchener. Es war sein erste Pflichtspieltor im Jahr 2016. Der Franzose führte außerdem die meisten Zweikämpfe der Münchener (26) und zog die meisten Sprints auf dem Platz an (40).