München - Der FC Bayern München hat seine Vormachtstellung im deutschen Fußball dank Thomas Müller und Robert Lewandowski mit einem Rekordsieg eindrucksvoll untermauert. Die entfesselten Bayern wiesen Borussia Dortmund beim 5:1 (2:1) in einem hochklassigen Spiel deutlich und verdient in die Schranken.

Nach dem achten Sieg im achten Bundesligaspiel und der Aufstellung eines neuen Startrekords - 2012/13 haben die Münchner selbst auch acht Siege in Folge eingefahren, die 28 geschossenen Treffer bedeuten aber nun eine neue Bestmarke - hat das Team von Pep Guardiola bereits sieben Punkte Vorsprung auf den BVB und acht auf Schalke.

Boateng mit Traumpass auf Müller

Für Dortmund war es nach 14 Pflichtspielen ohne Niederlage unter Trainer Thomas Tuchel der erste herbe Rückschlag der Saison und eine unerwartete Demütigung. Für Tuchel war es zudem eine Lektion seines Vorbilds Guardiola.

Weltmeister Müller erzielte vor 75.000 Zuschauern in einem sehr intensiven und temporeichen Topspiel in der 26. Minute mit seinem siebten Saisontor nach feinem Pass des starken Jerome Boateng die wichtige Führung. Anschließend verwandelte er einen Elfmeter sicher (35.), vorausgegangen war ein Foul von Henrikh Mkhitaryan an Thiago.

Doch fast im Gegenzug schlug die Borussia durch Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang zurück, der sein zehntes Saisontor markierte. Der Gabuner hat in bislang jedem Spiel getroffen. 23 Sekunden (!) nach dem Wechsel war dann wieder einmal Lewandowski zur Stelle und legte mit Treffer Nummer elf im Baller-Duell erneut vor. In der 58. Minute krönte er den starken Bayern-Auftritt nach super Vorarbeit von Mario Götze, dem in der 66. Minute sogar das 5:1 gelang.

Borussia Dortmund gut gestartet

Die Borussia, die drei der letzten fünf Spiele in München gewonnen hatte, begann dabei durchaus selbstbewusst. Die Bayern hatten in der 4. Minute Glück, dass David Alaba von Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) nicht die Rote Karte sah. Der Österreicher hielt Aubameyang als letzter Mann fest, sah dafür aber nur Gelb.

Auch in der Folge hatten die Münchner defensiv einige Probleme, weil es in der Dreierkette um Javi Martínez etwas hakte. Nach vorne liefen sich die Bayern in der Anfangsphase gegen eine gut organisierte Borussia zudem immer wieder fest. So sah Bundestrainer Joachim Löw zunächst wenige klare Chancen, weil die Bayern kaum Lücken fanden und den Dortmundern bei den Kontern die letzte Konsequenz fehlte.

Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe Douglas Costa den ersten gefährlichen Schuss abgab, Roman Bürki aber parieren konnte. Die zweite Möglichkeit der Bayern saß dann aber, weil die BVB-Defensive erstmals nicht im Bilde war. Müller überlupfte Bürki und schob ein.

Bayern belohnen sich

Die Bayern kamen nun auf und blieben am Drücker. Die Belohnung: das 2:0. Doch der BVB zeigte sich keineswegs geschockt. Gonzalo Castro nutzte die Freiheiten und bediente Aubameyang präzise.

Doch alle Hoffnungen der Dortmunder waren kurz nach der Pause schon wieder zunichte gemacht. Ein weiter Ball erneut von Boateng hebelte die BVB-Defensive aus und Lewandowski traf. Tuchel setzte nun auf Risiko und brachte Marco Reus sowie Adnan Januzaj - doch der Schuss ging nach hinten los. Dortmund erlebte gegen die Bayern fortan über weite Strecken eine Lehrstunde.

SID

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Spieler des Spiels: Robert Lewandowski

Zwölf Tore wie Robert Lewandowski nach acht Spieltagen hatten bisher nur Gerd Müller 1968/69 und Christian Müller (Köln) 1964/65. Neun Tore in drei Bundesliga-Spielen nacheinander schaffte zuvor noch nie ein Spieler!