Augsburg - Der FC Augsburg hat im Abstiegskampf weiter Boden gut gemacht und durch das 0:0 gegen den VfL Wolfsburg die direkten Abstiegsränge verlassen. Wolfsburg hat es im Kampf um die Champions-League-Plätze versäumt, sich als Dritter von der Konkurrenz etwas abzusetzen.

Vier Tage nach dem 2:0 in der Königsklasse in Moskau unterstrichen die Wölfe, die auch noch Dante mit einer Gelb-Roten Karte (85./wiederholtes Foulspiel) verloren, ihre Auswärtsschwäche in der Bundesliga in dieser Saison. Bislang gelang nur ein Dreier. Auch der FCA, der sein 150. Bundesligaspiel absolvierte, konnte in einer umkämpften, spielerisch aber dürftigen Partie seine schwache Heimbilanz nicht verbessern. Der bislang einzige Heimsieg (2:0 gegen Hannover) ist schon über zwei Monate her. 

Fünf Wechsel beim FCA

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl nahm nach dem 2:3 in der Europa League gegen Bilbao gleich fünf Wechsel vor und schickte die Elf aufs Feld, die zuletzt in der Liga 4:0 in Stuttgart gewonnen hatte. Bei Wolfsburg gab es nach dem Auftritt in der Königsklasse nur eine Änderung: So durfte André Schürrle nach zwei Toren für Daniel Caligiuri von Beginn an ran.

Der VfL war von Beginn an bemüht, das Spiel zu kontrollieren. Die Augsburger lauerten dagegen auf Fehler der "Wölfe", um schnell kontern zu können. Dies gelang auch in der 18. Minute, als Caiuby in gute Schussposition kam, aber an Diego Beanglio scheiterte. Unmittelbar danach forderten die Gastgeber vehement Strafstoß, als Naldo Koo leicht an der Schulter berührte, der Südkoreaner aber allzu spektakulär abhob.

Klavan klärt in höchster Not

Während der FCA noch protestierte, bediente Marcel Schäfer im Gegenzug Max Kruse, doch Ragnar Klavan klärte in höchster Not. Ansonsten tat sich der VfL schwer, gegen die sehr engagiert auftretenden und entschlossen verteidigenden Augsburger, Lücken zu finden.

So versuchte es Maximilian Arnold aus der Entfernung, doch erneut passte Hitz auf (32.). Die größte Chance vergab jedoch FCA-Kapitän Paul Verhaegh, als er nach einer schweren Patzer des bis dato schwachen Schürrle plötzlich frei vor dem VfL-Tor stand, aber nur das Außennetz traf (43.).

Kohr scheitert mit Kopfballchance

Kurz nach der Pause hatte Schürrle dann endlich einmal auch offensiv gute Szenen, verzog aber jeweils. Der VfL wollte nun eine Entscheidung herbeiführen, hatte aber viel Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach Flanke von Philipp Max scheiterte Dominik Kohr nach einer Stunde per Kopf kläglich. 

SID

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Spieler des Spiels: Daniel Baier

Denker und Lenker des Augsburger Spiels. Holte sich die Bälle immer wieder in der eigenen Viererkette und verteilte sie. War in der Offensive außerdem an vier der 13 Augsburger Torschüsse beteiligt. Der letzte davon hätte beinahe noch zum Tor geführt. Seine drei Torschussvorlagen waren Höchstwert beim FCA. Mit 70 Prozent gewonnener Duelle war er der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz.