Augsburg - Der FC Augsburg ist gegen den bereits geretteten 1. FC Köln nicht über ein über ein 0:0 hinaus gekommen, auf den sicheren Klassenerhalt muss der FCA weiter warten. Auch aus einem Platzverweis für den Kölner Matthias Lehmann (57.) konnte sie keinen Nutzen ziehen.

Bei einem weiteren "Dreier" hätten die Augsburger bereits so gut wie sicher für ein sechstes Jahr in der Fußball-Bundesliga planen können. So haben die Schwaben jetzt 37 Punkte und damit zwei Spieltage vor dem Saisonende mindestens vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz, da Werder Bremen (31 Punkte) und der VfB Stuttgart (33) am kommenden Montag aufeinandertreffen.

Einseitige Schlussphase

Erst als Lehmann in der 57. Minute wegen wiederholten Foulspiels von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte, nahm der Druck der Augsburger nach einer bis dahin weitgehend ereignislosen Begegnung etwas zu. Ein Freistoß des eingewechselten Raul Bobadilla (67.) war der Auftakt zu einer einseitigen Schlussphase, gute Chancen der Augsburger auf den heiß ersehnten Treffer waren aber auch gegen dezimierte Kölner an einer Hand abzuzählen.

Die 30.144 Zuschauer hatten vor dem Platzverweis vor allem in der ersten Halbzeit eine harmlose Augsburger Mannschaft gesehen, der es nicht gelang, die souveräne Kölner Abwehr um den starken Dominic Maroh in Verlegenheit zu bringen.

Köln konzentriert und gelassen

Die Kölner, die sich bereits am vergangenen Wochenende aller Abstiegssorgen entledigt hatten, traten gelassen auf, zugleich aber souverän und konzentriert. Und sie besaßen früh die Chance zur Führung. Nach einem Eckball von Filip Mladenovic köpfte Maroh nur knapp neben das Tor (2.) von Marwin Hitz. Ansonsten fielen aber auch sie offensiv kaum auf.

Ein Weitschuss von Halil Altintop knapp neben das Tor (23.) war lange Zeit die beste Chance der Augsburger. Auch der Isländer Alfred Finnbogason, immerhin an acht der letzten zwölf Augsburger Tore beteiligt, konnte sich erst spät einigermaßen in Szene setzen, scheiterte aber etwa mit einem Schuss aus der Drehung am Kölner Schlussmann Timo Horn (75.). Die letzte gute Chance vergab erneut Bobadilla (88.).

SID

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Spieler des Spiels: Ragnar Klavan

Rangnar Klavan war mit 83 Prozent gewonnenen direkten Duellen zweikampfstärkster Spieler der Partie. Zudem war er häufig ins Aufbauspiel seiner Mannschaft eingebunden, nur Daniel Baier hatte noch mehr Ballbesitzphasen als der Innenverteidiger (106).