Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat gegen Werder Bremen einen extrem wichtigen Dreier gefeiert. Die Hessen setzten sich in einem packenden Spiel mit 2:1 (1:1) durch und verschafften sich etwas Luft im Tabellenkeller. Der SV Werder rutschte hingegen auf Platz 15 ab - es war die schlechteste Bremer Hinrunde seit 41 Jahren.

Claudio Pizarro brachte Bremen zunächst in Führung (29.), Frankfurts Torjäger Alexander Meier erzielte aber postwendend den Ausgleich (31.). Stefan Aigner drehte das Spiel kurz nach dem Wiederanpfiff (48.). Die 46.000 Zuschauer in der Commerzbank-Arena sahen eine unterhaltsame Anfangsphase, in der beide Teams offensiv spielten. Aus den Chancen im Minutentakt durch Frankfurts Aleksandar Ignjovski (6.) und Aigner (8./18.) sowie Bremens Stürmer Anthony Ujah (6.) machte aber keine Mannschaft ein Tor.

Frankfurt antwortet postwendend

Nach gut 20 Minuten wurde Bremen mutiger und versuchte öfter, die unsicher wirkende Frankfurter Innenverteidigung zu Fehlern zu zwingen. Die spielstarken Angreifer Ujah und Pizarro kamen immer wieder gefährlich nahe vor das Tor von Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky, ehe der peruanische Altmeister sein achtes Karriere-Tor gegen die Frankfurter erzielte.

Die Gastgeber beeindruckte das aber überhaupt nicht: 94 Sekunden später erzielte Alex Meier den Ausgleich per Kopf. Es war sein achtes Saisontor. Nach zuletzt vier Niederlagen war der Ausgleich vor der Pause bitter nötig.

"Alles unterhalb von Platz sieben kann inzwischen auf die letzten drei Plätze rutschen", sagte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen vor dem Anpfiff bei Sky: "Wir müssen auf der Hut sein. Aber unser Vorteil ist, dass allen die Situation klar ist."

Überlegene Frankfurter in Halbzeit zwei

Im Vergleich zum 1:4 bei Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende hatte Veh seine Startelf auf drei Positionen verändert. Der angeschlagene Carlos Zambrano wurde aber nicht mehr rechtzeitig fit. Werder-Coach Skripnik schickte dieselben Spieler auf den Rasen, die unter der Woche bei Borussia Mönchengladbach ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen waren (4:3).

Die Pokal-Helden wurden nach der Pause kalt erwischt: Aigner traf über den Ex-Frankfurter Felix Wiedwald im Bremer Tor, der in dieser Saison noch nie zu Null gespielt hat, hinweg zur Eintracht-Führung. Auch in der Folge blieben die Gastgeber das spielbestimmende Team, sie verpassten es aber, die Führung frühzeitig auszubauen. Allein Haris Seferovic hätte das Spiel frühzeitig entscheiden können.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels: Stefan Aigner

Janek Sternberg wird heute sicher nicht allzu gut schlafen. Der Linksverteidiger wurde von Aigner immer wieder vor große Probleme gestellt. Stefan Aigner beendete eine Flaute von 20 torlosen Bundesliga-Spielen, die längste seiner Karriere. Der Flügelspieler gewann zudem starke 61 Prozent seiner Zweikämpfe und war mit fairen Mitteln kaum zu stoppen, kein anderer Akteur wurde so oft gefoult wie Aigner (vier Mal).