Frankfurt – Eintracht Frankfurt hat dem FC Bayern München die ersten Punkte in dieser Saison abgenommen. Auftakt des 11. Spieltags trotzten die Hessen den Münchnern dank einer starken Defensivleistung verdient einen Zähler ab. Die Bayern hatten zwar deutlich mehr vom Spiel, aber im letzten Drittel wurde es nur selten gefährlich.

Die Vorzeichen für den Ausbau des Startrekords standen statistisch sehr gut. Die vergangenen sechs Duelle mit der Eintracht hatte der deutsche Meister jeweils zu Null gewonnen, "Achtung! Achtung! Achtung!", warnte Guardiola vielleicht auch deshalb vor dem möglicherweise einkehrenden Schlendrian.

Hradecky hält die Null fest

Guardiolas Skepsis war eigentlich nicht berechtigt, vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter WM-Arena nahmen seine Schützlinge die Angelegenheit mit der nötigen Seriösität in Angriff. Im Frankfurter Bollwerk - die Gastgeber versammelten sich massiert in der eigenen Hälfte - fanden die drückend überlegenen Bayern in den ersten 20 Minuten aber nur einmal eine Lücke. Arturo Vidal (11.) scheiterte dabei aus kurzer Distanz per Kopf an Hradecky. 

Das Spiel auf ein Tor setzte sich in der Folge fort. Torgefahr strahlten die Bayern aber selten aus. Torjäger Robert Lewandowski (24.) und Javier Martinez (30.) verzeichneten die einzigen Chancen zur Führung. Auf der anderen Seite beschränkten sich die Frankfurter auf gelegentliche Konter. Die Nadelstiche taten den Münchnern keinesfalls weh - Weltmeister Manuel Neuer erlebte einen ganz entspannten ersten Durchgang.

Neuer lobt die Eintracht

"Es war heute sehr schwer. Wir haben nicht viele Torchancen herausgespielt. Frankfurt hat es clever gemacht. Es ist frustrierend, wenn man immer wieder anläuft und sich keine großen Chancen erarbeitet", sagte Manuel Neuer bei Sky.

Das galt freilich nicht für Eintracht-Keeper Lukas Hradecky, der neun Sekunden nach Wiederanpfiff gegen Douglas Costa einen Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite entschärfte Manuel Neuer einen Versuch von Marc Stendera (54.). Die Münchner schienen, vielleicht auch wegen der fortgeschrittenen Zeit, in dieser Phase etwas hektisch. Und das führte dazu, dass die Hausherren nun mutiger agierten und die Zweikämpfe entschlossener führten. Lewandowski bot sich dennoch die Chance zum Sieg (80.). Der Pole setzte den Ball aber frei vor Hradecky links vorbei und die Eintracht brachte das Unentschieden letztlich souverän über die Zeit.

SID

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Spieler des Spiels: Lukas Hradecky

Als erster Bundesliga-Torwart hielt der Eintracht-Schlussmann gegen die Bayern seinen Kasten sauber. Und der Finne hatte großen Anteil daran. Gegen Vidal und Douglas Costa verhinderte er mit tollen Reflexen einen Rückstand. Darüber hinaus fing er zahllose Flankenbälle ab. Ein ganz starker Auftritt!