Eintracht Frankfurt startet sehr stark in die Partie und geht nach 14 Minuten durch Aigner in Führung - © © gettyimages
Eintracht Frankfurt startet sehr stark in die Partie und geht nach 14 Minuten durch Aigner in Führung - © © gettyimages
Bundesliga

Frankfurt hat es nach Sieg gegen BVB selbst in der Hand

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat mit einem leidenschaftlichen Kampf Borussia Dortmund entzaubert und im Tabellenkeller der Bundesliga extrem wichtige Punkte gesammelt. Am 33. Spieltag feierten die Hessen durch das 1:0 (1:0) ihren dritten Sieg in Serie - die Aussichten auf den direkten Klassenerhalt sind wieder äußerst gut.

Aigner mit der verdienten Führung

Das liegt zum einen an Stefan Aigner (14.), der am Samstag in einer furiosen Frankfurter Anfangsphase den Treffer im Fallen erzielte. Zum anderen überzeugte die Eintracht mit einer konzentrierten Abwehrleistung um einen ganz starken Schlussmann Lukas Hradecky.

Frankfurts Trainer Niko Kovac hatte vor der Partie "jedes Atom an Energie" gefordert, um gegen die bis dato beste Rückrundenmannschaft der Bundesliga bestehen zu können. Und vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena folgten prompt Taten, die Hessen investierten ihre Kräfte auch nach zuletzt zwei Siegen dabei zu Beginn nicht nur in die wichtige Defensiv-Arbeit. Im Gegenteil: Nach guten Chancen durch Luc Castaignos (9.) und Yanni Regäsel (13.) erzielte Aigner die verdiente Führung.

Hummels' Tor zählt nicht

Der BVB, der unter anderem auf den am Freitag im Training schwer am Knie verletzten Nationalspieler Ilkay Gündogan verzichten musste, fand in der Offensive hingegen kaum ein Mittel. Die zwei Frankfurter Abwehrketten, teilweise aus insgesamt neun Spielern bestehend, kämpften leidenschaftlich und stellten den BVB vor große Probleme.

Und auch wenn sich der Druck der Gäste nach einer knappen halben Stunde noch weiter erhöhte - richtig gefährlich wurde es nur, als Marco Reus in der 24. Spielminute BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang bediente und der Gabuner aus guter Position über das Tor schoss. Zudem wurde Dortmund Sekunden vor der Pause der Ausgleich durch Mats Hummels wegen Abseits aberkannt.

Hoher Druck, kein Ertrag

Auch nach dem Seitenwechsel belagerte der BVB den gegnerischen Strafraum auf der Suche nach der einen Lücke, die den mehr als verdienten Ausgleich ermöglichen hätte können. Auf Entlastung durfte auf der anderen Seite die SGE nicht hoffen, da Kovac nach einer Stunde für den offensiven Änis Ben-Hatira Außenverteidiger Timothy Chandler brachte.

Mit dem US-Amerikaner im Abwehrverbund wurden zwar die Räume für den BVB in der Gefahrenzone noch enger, der Dortmunder Druck aber stieg fast minütlich - ohne am Ende aber zum Torerfolg zu führen.

SID

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Spieler des Spiels: Stefan Aigner

Stefan Aigner erzielte wie schon in der Vorwoche in Darmstadt auch gegen Dortmund das Siegtor. Dass der Mittelfeldakteur gegen den BVB so viele Fouls wie kein anderer Spieler beging (fünf), spricht für seinen Einsatzwillen.