Zagreb - Der FC Bayern München hat die Gruppenphase in der Champions League dank Torjäger Robert Lewandowski mit einer Rekordbilanz beendet, den möglichen Achtelfinal-Gegnern Paris St. Germain oder Juventus Turin aber kaum Angst gemacht. Die bessere B-Elf von Trainer Pep Guardiola setzte sich nach anfänglichen Problemen dank Lewandowskis Doppelschlag nach der Pause (61./64.) letztlich souverän 2:0 (0:0) bei Dinamo Zagreb durch.

Den Bayern fehlte mit ungewohnter Aufstellung hier und da die Abstimmung; das änderte sich auch nicht, als Guardiola die Viererkette auflöste und Kapitän Philipp Lahm ins Mittelfeld vorzog. Erst nach einer guten Stunde kam mehr Schwung ins Bayern-Spiel - und Lewandowski, der anfangs vergeben hatte (10.), trumpfte auf. Nach Flanke des eingewechselten Thomas Müller traf er per Kopf zum 0:1, dann erhöhte er auf Vorlage von Sebastian Rode per Heber. In der Schlussphase verschoss Müller (88.) einen Foulelfmeter.

So gut war Bayern noch nie

15 Punkte und 19:3 Tore - so gut waren die Bayern noch nie in der Vorrunde der Königsklasse. Wenn sie nach der Achtelfinal-Auslosung am Montag Mitte Februar mit dem Ziel Finale in Mailand (28. Mai) in die K.o.-Phase starten, wird Guardiolas Mannschaft aber kaum mehr wiederzuerkennen sein. Beim sportlich bedeutungslosen 100. Auswärtsspiel in der Champions League der bereits zuvor als Gruppensieger qualifizierten Münchner setzte Guardiola unter anderem auf Torhüter Sven Ulreich als Vertreter des geschonten Weltmeisters Manuel Neuer.

Ulreich bekam bei eisigen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt vor 19.681 Zuschauern im Maksimir-Stadion gut zu tun und wirkte in seinem zweiten Pflichtspiel für die Bayern meist sicher. Gegen den durchgebrochenen El Arabi Hilal Soudani parierte er ebenso stark (26.) wie gegen Junior Fernandes (54.). Nur einmal unterlief ihm ein Fehler, als er unter einer Freistoßflanke hindurch segelte und Soudani knapp vorbei köpfte (44.). Zwei Mal war er machtlos: zunächst rettete Rafinha (69.), dann traf Josip Pivaric die Latte (70.).

Ribery erstmals wieder in der Startelf

Auf dem rechten Flügel durfte WM-Teilnehmer Julian Green, der gewöhnlich in der Regionalliga kickt, erstmals in dieser Saison ran. Der Youngster, der eine gute Stunde spielte, konnte dem Spiel aber nicht seinen Stempel aufdrücken. Besser machte es links Franck Ribéry, der nach seinem Comeback am vergangenen Samstag in Mönchengladbach (1:3) erstmals seit neun Monaten von Beginn an zum Einsatz. Der Franzose spielte bis zu seiner Auswechslung zur Halbzeit engagiert. Doch ihm fehlte noch etwas Spritzigkeit und Raffinesse sowie bei seinen Chancen (9., 16.) die Präzision.

Zagreb: Eduardo - Pinto, Sigali, Taravel, Pivaric - Goncalo - Rog (81. Pavicic), Antolic - Soudani, Coric (61. Pjaca), Junior Fernandes (74. Machado)

München: Ulreich - Lahm, Martinez, Benatia (46. Boateng), Rafinha - Alonso - Kimmich, Rode - Green (62. Vidal), Ribery (46. Müller) - Lewandowski

Tore: 0:1 Lewandowski (61.), 0:2 Lewandowski (64.)

SID

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