Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat durch einer unglücklichen Niederlage gegen Manchester City auch das zweite Gruppenspiel der Champions League verloren. Die Borussia unterlag dem englischen Fußball-Vizemeister an einem emotionalen Abend trotz Führung unglücklich mit 1:2 (0:0).

Ein Eigentor von Andreas Christensen, der einen Schuss von Nicolas Otamendi ins eigene Tor abfälschte (65.), und Sergio Agüero per Elfmeter (90.) drehten die Partie für Manchester City. Die von ihren Fans lautstark angefeuerte Borussia wehrte sich in ihrem ersten Königsklassen-Heimspiel seit 37 Jahren zwar nach Kräften, ging aber trotz der Führung durch Lars Stindl (54.) leer aus. Vor der Pause hatte der starke Raffael außerdem einen Foulelfmeter verschossen (20.). Für Interimstrainer André Schubert, der die Fohlen zuletzt in der Bundesliga zu neuem Leben erweckt hatte, war es im dritten Spiel die erste Niederlage.

Gladbach überzeugt spielerisch

Anders als noch beim 0:3 gegen den FC Sevilla zwei Wochen zuvor überzeugte die Borussia nicht nur mit großem Kampfgeist, sondern setzte auch spielerisch immer wieder Akzente. Am Ende wurden die Mühen aber nicht belohnt. Während City den ersten Sieg in der schweren Gruppe einfuhr, muss die Schubert-Elf in den kommenden zwei Spielen gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin dringend punkten.

"Wir wollen mutig nach vorne spielen, wohlwissend, dass der Gegner eine absolute Top-Mannschaft ist", hatte Schubert wenige Minuten vor Anpfiff bei Sky gesagt. Sein Team setzte diese Vorgabe zunächst perfekt um. Die Borussia begann wie zuletzt in der Bundesliga äußerst druckvoll und störte früh, agierte stellenweise aber auch spürbar nervös.

Raffael scheitert vom Punkt

Glück hatten die Fohlen in der fünften Minute, als Torhüter Yann Sommer eine Glanzparade gegen Agüero zeigte, der aus drei Metern zum Abschluss kam. Der Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne, der über weite Strecken abgemeldet war, leitete mit einem Luftloch die erste Gladbacher Gelegenheit ein, Patrick Herrmann schloss den Konter aber zu ungenau ab (10.).

Wenig später ging der erneut glänzend aufgelegte Raffael nach einem Solo im Strafraum im Zweikampf mit Nicolas Otamendi zu Boden. Der Gefoulte trat selbst an, Englands Nationaltorhüter Joe Hart parierte. Damit hat die Borussia weiterhin kein Glück mit Strafstößen: Schon in Sevilla hatten die Spanier gleich drei Elfmeter zugesprochen bekommen.

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Vorteilen für die Borussia. Der VfL kam immer wieder zu schnellen Vorstößen, bei den gefährlichsten scheiterten Raffael (34.) und Herrmann (37.) am glänzend aufgelegten Hart.

Stindls Treffer reicht nicht

Nach der Pause setzte sich zunächst das Privatduell zwischen Raffael und Hart fort, erneut blieb der Schlussmann Sieger (47.). Dann war es aber soweit: Korbs Zuspiel in den Rücken der Abwehr verwertete Stindl aus elf Metern ins rechte Eck zur verdienten Führung. Der nur stärker aufspielende De Brunye leitete kurz darauf den Ausgleich ein. Zunächst klärte Korb wohl schon hinter der Linie gegen Martin Demichelis, im Nachsetzen jagte Otamendi das Leder mit Wucht in Richtung Tor und Andreas Christensen lenkte den Ball per Kopf zum Ausgleich ins Netz. 

Die Borussia verteidigte bis kurz vor dem Ende leidenschaftlich. Dann foulte  Johnson jedoch nach einer Ecke Agüero und ermöglichte den Gästen damit den Siegtreffer.

SID

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