Leverkusen - Werder Bremen hat dank einer Gala-Vorstellung von Torjäger Claudio Pizarro den Befreiungsschlag geschafft und Bayer Leverkusen eindeutig geschlagen: Bei der ohne sieben verletzte Akteure angetretene Werkself gewannen die Hanseaten dank dreier Pizarro-Treffer mit 4:1 (1:0) und feierten wie schon im Pokal-Viertelfinale drei Wochen zuvor (3:1) wiederum einen Sieg in der BayArena.

Fin Bartels (5.) und Claudio Pizarro (55./65., Foulelfmeter/83.) schossen die Norddeutschen auf die Siegerstraße, nach fünf Spielen gelang den Bremern damit wieder ein Dreier. Papy Djilobodji (69., Eigentor) sorgte für Leverkusens Treffer. Werder-Trainer Viktor Skripnik kann damit zuversichtlich und entspannter dem richtungweisenden Kellerduell gegen Schlusslicht Hannover 96 mit dem Bremer Urgestein Thomas Schaaf auf der Trainerbank am Samstag entgegenblicken.

Bremer Standardstärke

"Er ist einfach ein herausragender Spieler und immer gefährlich", sagte Bremens Zlatko Junuzovic über Matchwinner Pizarro: "Wichtig ist, dass wir als Einheit auftreten, dann werden wir auch noch weitere Spiele gewinnen." 

Bayer enttäuschte unter Ersatz-Trainer Markus Krösche, der wie schon zuletzt in Mainz (1:3) den mit einem Innenraumverbot für drei Spiele belegten Chefcoach Roger Schmidt vertrat, über weite Strecken und kassierte die dritte Pleite in Folge.

Dem Führungstor ging ein  Freistoß von Zlatko Junuzovic und eine Ablage von Innenverteidiger Djilobodji voraus. Pizarro schloss in der zweiten Hälfte zunächst einen Konter mit einem Lupfer ab. Seinem neunten Saisontor per Elfmeter ging ein Foul von Wendell an Junuzovic im Strafraum voraus. Bayer musste ohne Lars Bender (Muskelfaserriss), Ömer Toprak (Muskelfaserriss), Jonathan Tah (muskuläre Probleme), Kevin Kampl (Wadenbeinbruch), Kyriakos Papadopoulos (Kapselverletzung im Knie), Stefan Kießling (Hüftverletzung) und Charles Aránguiz (Aufbautraining) auskommen.

Starke Rückkehr von Clemens Fritz

Beim SV Werder fehlte kurzfristig Mittelfeldspieler Sambou Yatabaré. Der Nationalspieler aus Mali war aufgrund eines Trauerfalls abgereist. Dafür konnte Skripnik Kapitän Clemens Fritz drei Wochen nach dem 3:1-Erfolg im DFB-Pokal in Leverkusen wieder in der Anfangsformation aufbieten. 

Bayer wirkte nach dem 0:1 geschockt und fand nicht zu seinem gewohnten Spiel. Werder machte die Räume eng und ließ die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Mit gelegentlichen Kontern setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche. Bayer zog zwar in der zweiten Halbzeit das Tempo an, aber vieles blieb Stückwerk. Torjäger Javier Chicharito Hernandez (53.) vergab noch die beste Chance.

SID

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Spieler des Spiels: Claudio Pizarro

Der Lauf des Peruaners ging auch in Leverkusen weiter. Pizarro hat in der Rückrunde bereits acht Mal getroffen. Aber der letzte Dreierpack ist auch für den Torjäger eine Weile her. Am 30. März 2013 erzielte das Schlitzohr gegen den HSV sogar vier Treffer.