München - Die Königsklasse kann kommen: Angeführt vom erneut überragenden Arjen Robben hat Bayern München seine Generalprobe für das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Schachtjor Donezk am Dienstag in beeindruckender Manier bestanden. Gegen den völlig überforderten Hamburger SV gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister locker und leicht mit 8:0 (3:0) und schoss sich für die kommende Woche warm.

Es war zugleich der zweithöchste Münchner Bundesligaerfolg seit dem 11:1 im Jahr 1971 gegen Borussia Dortmund. Gegen den HSV hatten die Münchner vor knapp zwei Jahren mit 9:2 gewonnen. Für die Norddeutschen, die ihre höchste Bundesliga-Niederlage kassierten, war es nach zuletzt zwei Siegen ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

FC Bayern strahlt sofort Dominanz aus

Im einseitigen 100. Bundesligaduell der beiden Clubs erzielten Weltmeister Thomas Müller (21., Handelfmeter, 55.), Mario Götze (23., 88.), Robben (36., 47.), Robert Lewandowski (56.) und Rückkehrer Franck Ribery (69.) die Tore für die Münchner, die den 59. Sieg gegen die Norddeutschen feierten. Vor allem Offensivstar Robben war kaum zu bremsen und spielte seinen bemitleidenswerten Gegenspieler Ronny Marcos schwindelig. Der 21-Jährige verursachte zudem den Handelfmeter, den Müller zur Führung nutzte.

Die 75.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena fühlten sich dabei schon früh an den denkwürdigen 9:2-Erfolg der Münchner vom 30. März 2013 erinnert. Nachdem der HSV in den ersten Minuten noch mit aggressivem Pressing Paroli geboten hatte, übernahmen die Hausherren, bei denen Holger Badstuber erstmals seit fünf Monaten wieder in der Startelf stand, das Kommando. Auch das Fehlen von Xabi Alonso, der sich beim Anschwitzen am Vormittag eine Verletzung am Oberschenkel zugezogen hatte, machte sich nicht bemerkbar.

Hamburger Defensivreihe komplett überfordert

Im Gegenteil: Mit der variablen offensiven Viererreihe Müller, Götze, Robben und Lewandowski erspielten sich die Bayern schnell ein klares Übergewicht - und gingen folgerichtig in Führung. Nachdem Müller noch an Drobny (4.) gescheitert war, behielt er wenig später vom Elfmeterpunkt die Nerven. Wenige Momente später staubte Götze zum 2:0 ab, für den Höhepunkt im ersten Durchgang sorgte aber Robben, der den Ball nach einem Konter in den Winkel schlenzte.

Und auch im zweite Durchgang ließen die Bayern nicht nach. Robben mit seinem schwächeren rechten Fuß, Müller aus der Distanz, Lewandowski mit seinem ersten Treffer im Jahr 2015 und Ribery nach überstandener Muskelverletzung sorgten für klare Verhältnisse.

SID

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Spieler des Spiels:

Thomas Müller

Dem Weltmeister gelangen vier Scorer-Punkte (zwei Tore, zwei Torvorlagen) und am 2:0 von Götze war er durch seinen zuvor abgewehrten Torschuss beteiligt. Er gab die meisten Torschüsse ab (sechs) und gewann starke 62 Prozent seiner direkten Duelle.

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