Dortmund - Der Rücktrittsankündigung von Trainer Jürgen Klopp hat Borussia Dortmund den höchstwahrscheinlich endgültigen Abschied vom Abstiegskampf folgen lassen. Mit einem 3:0 (0:0) gegen den Aufsteiger SC Paderborn rückte der BVB erstmals seit sieben Monaten mit nunmehr 36 Punkten wieder auf einen einstelligen Tabellenplatz. Den Gästen droht hingegen nach den Sonntags-Begegnungen des 29. Spieltages sogar der Sturz auf den letzten Rang.

Henrikh Mkhitaryan (47.) sorgte vor 80.667 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion für die Führung, bevor Pierre-Emerick Aubameyang (55.) seinen 13. Saisontreffer erzielte. Den Schlusspunkt setzte Shinji Kagawa (80.).

BVB ohne Reus

Die erwarteten Sympathiebekundungen für Klopp blieben aus, abgesehen von einem Banner mit einem Spruch des Trainers auf der legendären Südtribüne. Der scheidende Coach hatte zuvor an die Fans appelliert und betont, er sei "nicht auf Abschiedstour".

Klopp konnte erneut nicht auf den verletzten Nationalspieler Marco Reus zurückgreifen. Außerdem mussten im Vergleich zur  Vorstellung beim 1:3 eine Woche zuvor in Mönchengladbach auch Neven Subotic und Sebastian Kehl passen. Dafür rückte Matthias Ginter nach längerer Zeit wieder in die Startformation.

Kruse mit Glanzparade gegen Ginter

Der Weltmeister meldete sich sogleich mit einem wuchtigen Distanzschuss aus 25 Metern (4.) zurück, den SCP-Keeper Lukas Kruse nur mit einer Glanzparade klären konnte. Der BVB agierte überlegen, aber zu bieder, um die entscheidende Lücke in die massive Abwehrmauer der Gäste zu reißen. Nur selten konnte sich Paderborn befreien, wurde zunächst nur bei Standardsituationen gefährlich.

Bis zur 34. Minute mussten die BVB-Fans auf die nächste Möglichkeit ihrer Mannschaft warten. Zuerst rettete der Ex-Dortmunder Uwe Hünemeier, Sekunden später Torhüter Kruse gegen Aubameyang, bevor Mkhitaryan das Tor um Zentimeter verfehlte.

Sehenswerte Kombinationen

Entschlossen kamen die Borussen jedoch aus der Kabine und durch Mkhitaryan Kopfball nach Flanke von Aubameyang zum Führungstreffer. Der Gabuner selbst markierte freistehend nach einem präzisen Pass von Ginter das 2:0. Das Eis schien gebrochen, es häuften sich die hochkarätigen Torchancen nach teilweise sehenswerten Kombinationen. Am Ende war sogar ein höherer Sieg möglich.

SID

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Spieler des Spiels:

Henrikh Mkhitaryan

Der Armenier zeigte eines seiner besten Spiele im BVB-Dress: Sein Kopfball-Tor zum 1:0 war der Dosenöffner, außerdem bereitete er das 3:0 durch Kagawa mit einem herrlichen Flugball vor. War an vielen tollen Kombinationen im Offensivspiel beteiligt, gab die meisten Torschüsse ab (4) und legte die meisten Sprints hin (34).

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