Stuttgart - Vedad Ibisevic hat die Sorgen des FC Schalke 04 in der Bundesliga noch vergrößert. Die Mannschaft von Trainer Huub Stevens, am Dienstag noch als Gruppensieger ins Achtelfinale der Champions League eingezogen, verlor beim "Angstgegner" VfB Stuttgart nach einem "Dreierpack" des Angreifers mit 1:3 (1:2) und blieb damit auch im fünften Spiel in Folge sieglos. Mit 25 Punkten sind nun selbst die schwach in die Saison gestarteten Schwaben mit den "Knappen" gleichgezogen.

Am vierten Sieg der Stuttgarter in den vergangenen fünf Partien hatte Ibisevic vor 55.880 Zuschauern entscheidenden Anteil. Der Bosnier erzielte nach 110 Sekunden das 1:0. In der 38. Minute erhöhte der Stürmer per Foulelfmeter zum 2:1. Der Ex-Stuttgarter Ciprian Marica hatte zwischenzeitlich ausgleichen können (12.), ehe erneut Ibisevic in der 61. Minute das entscheidende 3:1 gelang. Es war sein zehnter Saisontreffer.

Zwei Platzverweise



Schalke hat damit aus den vergangenen sieben Spielen nur einen mageren Sieg und gerade einmal fünf Punkte holen können. Zu allem Überfluss sah Jermaine Jones (73.) wegen eines Frustfouls an Ibrahima Traore die Rote Karte. Zuvor war bereits der Stuttgarter Gotoku Sakai wegen groben Foulspiels an Lewis Holtby (67.) des Feldes verwiesen worden.

Auch Schalkes Negativserie beim VfB setzte sich fort. Die Schwaben, die in den vergangenen 13 Heimspielen gegen Schalke nur ein Mal verloren, waren nur 42 Stunden nach ihrer 0:1-Niederlage in der Europa League gegen Molde FK gleich hellwach. Ibrahima Traore passte nach starkem Sololauf über die linke Seite in die Mitte, dort verwertete Ibisevic eiskalt. Schalkes Keeper Timo Hildebrand, 2007 mit dem VfB Meister, hatte keine Abwehrchance.

Schalke ersatzgeschwächt



Schalke, das auf die verletzten Kyriakos Papadopoulos, Ibrahim Afellay, Marco Höger und auch Jefferson Farfan verzichten musste, wurde nun aktiver. Jones und Holtby hatten die ersten Möglichkeiten, ehe Angreifer Marica zuschlug. Nach Flanke von Jones kam der Rumäne aus kurzer Distanz frei zum Schuss - Torhüter Sven Ulreich war machtlos.

Die Gäste übernahmen in der Folge mehr und mehr das Kommando. Der VfB konnte sich kaum noch konstruktiv befreien und musste einige brenzlige Situationen überstehen. Die beste Möglichkeit hatte Klaas-Jan Huntelaar (25.) nach Flanke von Christian Fuchs, der Niederländer scheiterte aber an Ulreich. Danach wendete sich wieder das Blatt.

Ibisevic eiskalt



Zunächst hatten die Schalker Glück, als Martin Harnik bei einem Konter gerade noch vom gut mitspielenden Hildebrand gestoppt werden konnte (34.). Kurz darauf gelang dem VfB die zu diesem Zeitpunkt glückliche Führung. Nach Flanke von Harnik entschied Schiedsrichter Felix Zwayer auf Strafstoß, nachdem Fuchs Christian Gentner beim Kopfball behindert hatte.

Der Treffer zeigte auch nach der Pause noch deutlich Wirkung bei Schalke. Der VfB startete erneut besser und hatte durch Ibisevic per Kopf gleich die Möglichkeit zu erhöhen. Kurz darauf zielte der Bosnier aber genauer. Nachdem Raphael Holzhauser noch an Hildebrand gescheitert war, staubte Ibisevic ab. Von Schalke war nicht mehr viel zu sehen.