Leverkusen - Bayer Leverkusen hat sich auch durch die Überraschungsmannschaft Eintracht Frankfurt nicht stoppen lassen. Zum Rückrundenauftakt gewann der Tabellenzweite das Spitzenspiel gegen die Hessen mit 3:1 (2:0). Sebastian Boenisch (31.) und Torjäger Stefan Kießling (32.), der sein Saisontrefferkonto auf 13 erhöhte, waren per Doppelschlag für den schärfsten Verfolger des Herbstmeisters FC Bayern München in der ersten Hälfte erfolgreich.

Nationalspieler Andre Schürrle (58.) erhöhte auf Vorarbeit von Kießling auf 3:0. Es war das Bundesliga-Tor Nummer 1904 für den 1904 gegründeten Verein. Die Leverkusener, die zu Hause ungeschlagen bleiben, erzielten damit den siebten Heimsieg in Folge. Nach zuletzt zwei Siegen kassierte die SGE, für die Alex Meier (78. ) sein zwölftes Saisontor erzielte, dagegen wieder eine Niederlage.

Spielunterbrechung in Hälfte eins



Das Spitzenspiel wurde unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke vom Verhalten einiger Frankfurter Fans überschattet, die Pyrotechnik zündeten, so dass die Begegnung in der ersten Hälfte für sechs Minuten unterbrochen werden musste.

Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte beide Teams beim Stande von 0:0 in die Kabine. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte und auch unter den Anhängern der Gäste Ruhe eingekehrt war, pfiff Stark die Begegnung wieder an.

Bayer eiskalt



In der Anfangsphase hatten die Frankfurter vor 28.767 Zuschauern den elanvolleren Eindruck hinterlassen. Die Hessen drückten auf das Tempo, ohne sich allerdings klare Torchancen herausspielen zu können.

Die Rheinländer agierten abwartend, sie hatten Probleme, ins Spiel zu finden. Doch per Doppelschlag gingen sie quasi aus dem Nichts mit 2:0 in Führung. Beim ersten Treffer landete eine Kopfballabwehr von Eintracht-Rückkehrer Marco Russ genau bei Boenisch, der aus zehn Metern vollstreckte. Keine 120 Sekunden später hebelten die Leverkusener die Frankfurter Abseitsfalle aus. Der allein aufs Tor zulaufende Gonzalo Castro bediente Kießling, der mühelos ins leere Tor einschob.

Eintracht verunsichert



Getragen von der beruhigenden Führung bestimmte die "Werkself" nun das Geschehen. Kapitän Simon Rolfes (40.) besaß mit einem Distanzschuss aus 16 Metern noch eine gute Möglichkeit, er verfehlte allerdings knapp das gegnerische Tor.

Frankfurt wirkte verunsichert. Castros 25-Meter-Freistoß (51.) wehrte Torwart Kevin Trapp glänzend zur Ecke ab. Auch Daniel Carvajal (70.) scheiterte am Frankfurter Schlussmann. Bei den Gästen hatte der eingewechselte Olivier Occean (68.) mit einem doppelten Pfostenkopfball Pech.