Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf ist dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher - und die SpVgg Greuther Fürth dem Abstieg. Im Duell der Aufsteiger siegten die heimstarken Düsseldorfer am 22. Spieltag der Bundesliga verdient 1:0 (1:0), die Fortuna liegt nun zwölf Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. Tabellenschlusslicht Fürth dagegen, das vom früheren Düsseldorfer Bundesliga-Profi Mike Büskens trainiert wird, hat kaum noch Chancen auf eine weitere Saison im Oberhaus.

Zwölf Punkte und nur 13 Tore aus 22 Spielen sind viel zu wenig, zudem sah Jozsef Varga in der 37. Minute die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Bellinghausen erzielt das Goldene Tor



Axel Bellinghausen nutzte einen katastrophalen Fehler von Matthias Zimmermann zum Siegtreffer. Der Fürther Innenverteidiger wollte in der 19. Minute einen Abschlag annehmen, verstolperte aber den Ball - Bellinghausen zog auf und davon, tunnelte Wolfgang Hesl. Der SpVgg-Torhüter hatte zuvor einen Foulelfmeter von Dani Schahin (3.) pariert.

Vor 37.378 Zuschauern gab es kein Abtasten. Fortunas Offensivspieler Robbie Kruse schnappte sich nach 90 Sekunden den Ball, er dribbelte über das halbe Spielfeld und wurde im Strafraum gefoult. Schahin aber, der Ex-Fürther, schoss den Elfmeter schwach in die linke Ecke - und Hesl in die Arme, der den Ball sogar festhielt.

Düsseldorf verpasst das 2:0 und muss zittern



Die zaghafte, verunsicherte Spielvereinigung überließ der Fortuna die gesamte Spieldauer den Aufbau. Lief der Ball doch durch die Reihen der Gäste, war er nach wenigen Sekunden meist wieder weg - wie vor dem Gegentor. Die Standards der Fürther allerdings waren ab und an gefährlich: Bernd Nehrig (15.) beispielsweise traf nach einem Freistoß aus fünf Metern den Pfosten. Ansonsten zeigte sich wieder mal die eklatante Schwäche der Franken auf den letzten 25 Metern vor dem gegnerischen Tor.

7581 Tage nach seinem letzten von 101 Bundesliga-Spielen für Düsseldorf hatte Büskens auf Gerald Asamoah verzichtet. Nikola Djurdjic war die einzige Spitze, fiel aber kaum auf. Fortuna-Trainer Norbert Meier setzte auf Bellinghausen anstelle von Ken Ilsö, was sich auszahlte. Neben Schahin stand auch der andere frühere Fürther Stefan Reisinger in der Startelf.

Auch die zweite Hälfte begann mit einer Parade von Hesl gegen Schahin, der beinahe per Kopf getroffen hätte. Die Fortuna spielte aber nicht konsequent auf das 2:0, die Großchancen wurden fahrlässig vergeben.