Leverkusen - Bayer 04 Leverkusen nimmt weiter Kurs auf die Champions League dank eines 1:0-Sieges gegen Werder Bremen, das nach dem zehnten Spiel nacheinander ohne Sieg nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hat. Stefan Kießling (35., Foulelfmeter) sorgte für das entscheidende Tor.

Bremens Trainer Thomas Schaaf hatte auf Eljero Elia und Marko Arnautovic verzichtet. Zudem fehlte Kevin de Bruyne (Oberschenkel-Verletzung) erstmals in dieser Saison.

Bremen startet gut



Diese neuformierte Werder-Elf zeigte vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena von Beginn an Herz und eine überraschend gute Struktur. Bayer wäre zwar in der vierten Minute durch einen Kopfball von Kießling beinahe in Führung gegangen, hatte aber insgesamt Mühe mit dem disziplinierten, doch keineswegs nur auf Defensive ausgelegten Spiel der Bremer. In der neunten Minute wären die Gäste sogar beinahe in Führung gegangen, doch ein abgefälschter Schuss von Philipp Bargfrede verfehlte sein Ziel knapp. Leverkusen spielte den technisch ansprechenderen Fußball, brauchte mangels Kreativität aber den Strafstoß zur Führung. Werder blieb bei allem Bemühen offensiv zu bieder und harmlos.

Nach dem Wechsel hatte Leverkusen das Spiel klar im Griff und drängte die Bremer tief in die eigene Hälfte. Für Werder war das Gegentor offenbar ein Wirkungstreffer gewesen, die Hanseaten fanden nach dem Wechsel zunächst überhaupt nicht ins Spiel und offenbarten mit zunehmender Spieldauer immer größere Lücken.

Wollscheid mittendrin



Leverkusens Innenverteidiger Philipp Wollscheid hätte auch frühzeitig für die Entscheidung sorgen müssen, doch sein Kopfball aus kurzer Distanz (53.) verfehlte sein Ziel ähnlich knapp wie ein Freistoß von Schürrle (60.). Die Werder-Fans versuchten ihr Team, mit Dauer-Gesängen wachzurütteln, doch nach einem groben Schnitzer von Wollscheid verstolperte Zlatko Junuzovic den Ausgleich kläglich.

Leverkusen hat nach dem Sieg durch das 22. Saisontor von Kießling die direkte Qualifikation für die Champions League wohl sicher. Der Vorsprung auf den Tabellen-4. Schalke 04, der allerdings am Sonntag noch den Hamburger SV empfängt, beträgt zehn Punkte.

Spieler des Spiels: Stefan Kießling

Stefan Kießling gab im gesamten Spiel nur einen Torschuss ab - sein Elfmeter sorgte aber für den 1:0-Siegtreffer. Es war sein 22. Saisontor, womit er den Vereinsrekord von Ulf Kirsten (1996/97 und 1997/98, ebenfalls je 22 Treffer) eingestellt hat. Auch kämpferisch wusste er zu überzeugen, Kießling bestritt stolze 48 Zweikämpfe.