Das Spiel im Video
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Bundesliga

Remis gegen Wolfsburg - Eintracht schafft Europa

Frankfurt - Dank des ersehnten Punktgewinns hat Aufsteiger Eintracht Frankfurt eine Traumsaison mit dem Einzug in die Europa League gekrönt. Die Hessen holten durch das 2:2 (1:2) gegen den VfL Wolfsburg am letzten Bundesliga-Spieltag den ersehnten Zähler und dürfen erstmals seit 2006 wieder auf der europäischen Bühne spielen. Vor sieben Jahren war die Eintracht als DFB-Pokalfinalist ins internationale Geschäft eingezogen.

Hasebe sieht Rot

Vor 51. 500 Zuschauern in der ausverkauften Arena glichen Alexander Meier mit seinem 16. Saisontreffer (36., Foulelfmeter) und Rodriguez (90., Eigentor) einen 0:2-Rückstand noch aus.



Jan Polak (8.) und Diego (19.) hatten die Gäste in Führung gebracht, doch die Wolfsburger mussten nach der Roten Karte gegen Makoto Hasebe (Notbremse) ab der 35. Minute in Unterzahl spielen. Die Frankfurter standen damit an allen 34 Spieltagen in den Top Sechs der Tabelle. Die zuletzt in zehn Partien unbezwungenen Wolfsburger beendeten die Runde im Mittelfeld des Klassements.

Damit dürfen die Frankfurter, die nach der Roten Karte gegen Makoto Hasebe (35., Notbremse) die Überzahl nicht ausnutzen konnten, erstmals seit 2006 wieder auf der europäischen Bühne spielen. Vor sieben Jahren waren sie als DFB-Pokalfinalist ins internationale Geschäft eingezogen.
"Ich denke, wir haben die ganze Saison hart gearbeitet und haben nie nachgelassen, obwohl wir mal eine schwächere Phase hatten und deswegen haben wir es auch verdient dieses Jahr", so Frankfurts Alex Meier nach dem Spiel.

Früher Rückstand für die Eintracht



Die Eintracht musste schon früh einen ersten Schock verdauen. Nach einer Ecke von Verteidiger Ricardo Rodriguez stand Polak goldrichtig und köpfte aus rund neun Metern unhaltbar für Eintracht-Keeper Oka Nikolov ein, dessen Vertragsverlängerung (bis 2014) vor dem Anpfiff bekannt gegeben worden war und der in der 66. Minute wegen einer Verletzung ausgewechselt werden musste.

In der Folge war den Gastgebern die Verunsicherung deutlich anzumerken. Es war kaum etwas davon zu spüren, dass Toptorjäger Meier (15 Treffer) nach auskurierter Sprunggelenkverletzung wieder in die Startelf zurückgekehrt war.

Die Wolfsburger hätten fünf Minuten nach der Führung sogar noch erhöhen können, doch der Portugiese Vierinha traf aus halbrechter Position nur das Lattenkreuz (13.).

Wolfsburg mit starkem Auftritt



Auch danach bekam das Team von Coach Armin Veh nicht die nötige Ruhe in sein Aufbauspiel. Takashi Inui vergab zudem gleich zweimal aus aussichtsreicher Position. Zunächst verzog der Japaner (16.), danach scheiterte er am glänzend reagierenden VfL-Torhüter Diego Benaglio (19.). Quasi im Gegenzug zeigten die selbstbewusst auftretenden und konterstarken "Wölfe" einen perfekten Spielzug, den Diego nach Vorarbeit von Ivica Olic mit seinem zehnten Saisontreffer krönte.

Die Eintracht konnte vor dem Wechsel noch verkürzen, nachdem erneut der quirlige Inui im Strafraum von Hasebe gefoult wurde und Meier den Elfmeter verwandelte. Unmittelbar nach der Pause wurde ein Treffer des Frankfurters Marco Russ (49.), der von Wolfsburg an die Hessen ausgeliehen ist, wegen Abseits nicht anerkannt. Danach drängte der deutsche Meister von 1959 auf den Ausgleich. Allerdings war Wolfsburg immer wieder über Konter gefährlich. Chancen blieben im zweiten Abschnitt aber Mangelware.