Braunschweig - Dem VfL Wolfsburg ist die Wiedergutmachung nach zwei Pleiten mit zwölf Gegentoren selbst beim Tabellenletzten nicht gelungen. Der Europacup-Anwärter kam im Niedersachsen-Duell bei Eintracht Braunschweig nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Es war immerhin der erste Punkt nach dem 2:6 gegen 1899 Hoffenheim und dem 1:6 gegen Bayern München.

Mit einem Abstaubertor brachte Luiz Gustavo die Gäste in der 36. Minute verdient in Führung. Drei Minuten nach Wiederbeginn stellte Karim Bellarabi mit einer sehenswerten Direktabnahme den Endstand für den Tabellenletzten her.

Torchancen Mangelware

Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ließ damit im Kampf um den internationalen Wettbewerb zwei wichtige Punkte liegen. Zudem missriet die Revanche für die 0:2-Niederlage in der Hinserie vor eigenem Publikum.

Im ausverkauften Eintracht-Stadion war das Niveau der Partie nur phasenweise gut. Insbesondere in den ersten 45 Minuten waren nennenswerte Einschussmöglichkeiten absolute Mangelware. Wolfsburg zeigte die reifere Spielanlage, war auch technisch besser, doch es fehlte an Durchschlagskraft.

Braunschweig kämpft sich zurück

Aber auch die Platzherren brachten kaum mehr zustande. Das Team von Coach Torsten Lieberknecht stand meist sehr tief und lauerte lange vergeblich auf Kontermöglichkeiten. Dennoch wurden die Braunschweiger zu Beginn der zweiten Halbzeit mit aufmunternden Beifall empfangen.

Nach dem Ausgleichstor von Bellarabi wurde der Aufsteiger mutiger und setzte in der Offensive zumindest den einen oder anderen Nadelstich. Wolfsburgs Aktionen gerieten immer fahriger, VfL-Torjäger Bas Dost hatte allerdings in der 56. Minute Pech, als sein Kopfball nur knapp über den Querbalken strich. In der Schlussphase sollte der eingewechselte Routinier Ivica Olic noch den Sieg erzwingen.

Spieler des Spiels: Mirko Boland

Mirko Boland räumte gut ab und war der zweikampfstärkste Braunschweiger (72 Prozent gewonnen). Boland setzte auch in der Offensive Akzente, war an drei der acht Eintracht-Torschüsse beteiligt.