Schalke 04 besiegt Eintracht Braunschweig mit 3:1 und festigt Platz. Klaas-Jan Huntelaar (u.) erzielt dabei das zwischenzeitliche 2:0
Schalke 04 besiegt Eintracht Braunschweig mit 3:1 und festigt Platz. Klaas-Jan Huntelaar (u.) erzielt dabei das zwischenzeitliche 2:0
Bundesliga

S04 schlägt Braunschweig und festigt Platz 3

Lange Verletztenliste bei Königsblau

Gelsenkirchen - Nach dem Aus in der Champions League hat Schalke 04 die sofortige Rückkehr in die Königsklasse fest im Visier. Vier Tage nach dem 1:3 bei Real Madrid im Achtelfinal-Rückspiel festigten die Königsblauen trotz großer Personalsorgen mit einem 3:1 (1:0) gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig den 3. Platz in der Bundesliga. 

Nach dem siebten Sieg in den letzten acht Heimspielen gehen die Gelsenkirchener als zweitbeste Rückrundenmannschaft mit breiter Brust ins Revierderby am Dienstag beim Tabellennachbarn Borussia Dortmund. Leon Goretzka mit einem Distanzschuss (17.) und Klaas-Jan Huntelaar mit einem abgefäschten Freistoß (65.) erzielten die Tore für die drückend überlegenen Schalker. Benjamin Kessel (82.) erzielte das Anschlusstor für die Gäste. Adam Szalai (90.+3) sorgte für den Endstand. Für Aufsteiger Braunschweig bleibt die Lage im Abstiegskampf damit prekär. 

Schalke spielte quasi mit dem letzten Aufgebot. Kapitän Benedikt Höwedes, der sich in Madrid einen Muskelbündelriss zugezogen hatte, ist bereits der neunte Ausfall für das Team von Trainer Jens Keller. Kevin-Prince Boateng, gegen Real geschont, kehrte in die Startelf zurück, in der erneut sieben Eigengewächse standen. 

Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht stellte gegenüber dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg auf zwei Positionen um. Timo Perthel und Marc Pfitzner kamen in die Mannschaft. 

Die Königsblauen begannen mit hohem Tempo und sehenswerten Kombinationen. Nach einem ersten Warnschuss von Boateng über das Tor (6.) erzielte Goretzka die verdiente Führung - allerdings unter Mithilfe von Braunschweigs Keeper Daniel Davari, der bei dem nicht sonderlich platzierten 20-Meter-Schuss zu spät reagierte.

Huntelaar verpasst die Entscheidung

Besser machte es der Eintracht-Schlussmann, als er einen Freistoß von Kaan Ayhan aus 30 Metern mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (24.) und gegen Huntelaar rettete (35.). Bei einem Schuss von Max Meyer knapp neben das Tor hatte Davari Glück (27.). Sein Gegenüber Ralf Fährmann musste erst in der 28. Minute gegen Timo Perthel zum ersten Mal eingreifen.

Nach der Pause verstolperte ausgerechnet Huntelaar die Großchance zum 2:0. Der Niederländer bekam den Ball völlig frei vor dem Tor nicht unter Kontrolle (49.). Roman Neustädter scheiterte mit einem Kopfball an Davari (64.). Bei Huntelaars zehntem Saisontor war der Braunschweiger Keeper machtlos.