Naldo (2.v.r.) schießt die Wölfe dank eines Traumtores zum 2:1-Sieg über Frankfurt
Naldo (2.v.r.) schießt die Wölfe dank eines Traumtores zum 2:1-Sieg über Frankfurt
Bundesliga

Naldos Traumtor bringt dem VfL drei Punkte

Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg darf wieder auf die Qualifikation zur Champions League hoffen. Die Niedersachsen setzten sich im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nach einem 0:1-Rückstand noch mit 2:1 (0:1) durch und schielen nach dem zweiten Sieg in Folge mehr denn je auf den 4. Platz in der Bundesliga-Tabelle.

Aigner beschert der SGE die Führung

Eintracht-Stürmer Stefan Aigner hatte die Gäste, die zuvor zwei Siege in Serie eingefahren hatten, in der 11. Minute in Führung gebracht. Für die zwar bemühten, aber lange glücklosen Wolfsburger erzielte Angreifer Ivica Olic den Ausgleichstreffer (69.). Ein sehenswerter Distanzschuss von Naldo (89.) in den Winkel bescherte den Gastgebern drei wichtige Punkte. Bei den Wölfen feierte Ersatztorhüter Max Grün sein Startelf-Debüt zwischen den Pfosten, da Stammkeeper Diego Banglio (Haarriss im Finger) verletzungsbedingt fehlte.

Ins Team zurück kehrte Kevin De Bruyne nach abgesessener Gelbsperre. Bei der Eintracht lief überraschend Stephan Schröck für den gelbgesperrten Marco Russ auf. Beim frühen Wolfsburger Rückstand hatte Grün kaum eine Abwehrchance. Die VfL-Defensive war in dieser Szene völlig ungeordnet, da Innenverteidiger Timm Klose nach einem unglücklichen Zweikampf mit dem Frankfurter Joselu im Abwehrzentrum fehlte.

Klose verletzte sich bei der Aktion und musste nach einem kapitalen Fehler, der beinahe das 0:2 durch Aigner bedeutet hätte, in der 20. Minute ausgewechselt werden. Die Wolfsburger erholten sich aber schnell von den Nackenschlägen. Maximilian Arnold (20.), der agile Ivan Perisic (24. ), Naldo (28.) und Knoche (41.) hätten in der ersten Halbzeit den Ausgleich erzielen können. Die Gäste aus Hessen setzten der spielerischen Überlegenheit des Gegners vor allem Zweikampfhärte entgegen.

Frankfurt lauert auf Konter

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spiel zunächst wenig: Wolfsburg war bemüht, aber zunächst nicht zwingend genug. Winter-Einkauf De Bruyne enttäuschte und konnte dem Team so gut wie keine Impulse geben. Die Frankfurter zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück und lauerten fast nur noch auf Konter. Die Passivität wurde durch den Ausgleichstreffer bestraft.