Bremen - Schalke 04 hat im Fernduell mit dem Erzrivalen Borussia Dortmund um Platz 2 einen Dämpfer kassiert. Die Königsblauen von Trainer Jens Keller mussten sich am 29. Spieltag der Bundesliga bei ihrem Lieblingsgegner Werder Bremen mit einem hart umkämpften 1:1 (1:1) zufrieden geben.

Leon Goretzka (33.) traf für die Schalker, die zuvor fünf Mal in Serie gegen Werder gewonnen hatten. Franco Di Santo (15.) hatte die Hanseaten zwischenzeitlich in Führung gebracht.

Bremen konnte sich immerhin über einen weiteren ganz wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg freuen. Werder muss in den ausstehenden fünf Partien aber noch ausschließlich gegen Gegner antreten, die besser platziert sind. Schalke zog zumindest vorübergehend nach Punkten mit dem BVB gleich - die Borussia konnte mit einem Sieg am Abend gegen den VfL Wolfsburg aber auf drei Zähler davonziehen.

Werder beginnt stark

Im Weserstadion sahen die Zuschauer eine temporeiche Partie auf hohem Niveau mit zahlreichen Möglichkeiten. Die Bremer erkämpften sich dabei lange ein Übergewicht. Die Schalker, bei denen Kevin-Prince Boateng nach seiner abgesessenen Gelbsperre Max Meyer wieder als Regisseur verdrängte, schienen zunächst beeindruckt von den furiosen Hanseaten. Mit zunehmender Spieldauer kamen sie aber besser in die Partie.

Werder erwischte den besseren Start und war sofort bissig. Die Grün-Weißen standen zunächst sicher, eroberten viele Bälle und spielten über Regisseur Aaron Hunt immer wieder schnell nach vorne. Zudem erwischte Di Santo einen richtig starken Tag.

Di Santo kaum zu halten

Der Argentinier war von der Schalker Abwehr kaum zu halten und erzielte nach Pass von Eljero Elia aus spitzem Winkel sein viertes Saisontor. Kurz danach hätte Di Santo auf 2:0 erhöhen können, traf aber nur den Pfosten. Schon in der ersten Minute hatte Makiadi eine gute Möglichkeit vergeben.

Rückkehrer Boateng und Nationalspieler Julian Draxler, der sich im Verlauf steigerte, konnten den zunächst behäbigen Schalkern keinen Esprit einhauchen. Huntelaar hing in der Spitze lange in der Luft. Die Zuspiele auf den Niederländer landeten zu oft beim Gegenspieler.

Goretzka erzielt schmeichelhaften Ausgleich

Erst nach dem Gegentreffer und einer zwischenzeitlichen Verschnaufpause der Bremer kamen die Schalker gefährlicher vor das Werder-Tor. Goretzka nutzte die erste echte Möglichkeit zum bis dahin etwas schmeichelhaften Ausgleich. Nur Sekunden später scheiterte Chinedu Obasi (34.) am stark reagierenden Werder-Keeper Raphael Wolf.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, beide Teams wollten den Sieg und kamen zu Möglichkeiten. Top-Angreifer Klaas-Jan Huntelaar (49.) vergab für Schalke aus der zweiten Reihe, Bremens Cedrick Makiadi (53.) schoss ebenfalls aus der Distanz knapp vorbei.

Spieler des Spiels:
Cedrick Makiadi

Cedrick Makiadi war in der Offensive und in der Defensive sehr präsent: Der Bremer gab drei Torschüsse ab (Bestwert des Spiels) und gewann starke 67 Prozent seiner direkten Duelle.