Stuttgart - Bundesliga-Schlusslicht VfB Stuttgart ist im Abstiegskrimi gegen Hertha BSC nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Der VfB bleibt nach dem achten sieglosen Spiel hintereinander damit auf dem letzten Tabellenplatz.

Aber auch für die Berliner ist die Lage weiterhin prekär. Der Teilerfolg in Stuttgart war nicht genug, um sich aus dem Bundesliga-Keller zu befreien. Der Abstand zum VfB bleibt bei lediglich fünf Punkten.

VFB engagiert aber selten gefährlich

Der VfB war zwar engagiert, aber unterm Strich wie so oft offensiv wenig gefährlich. Aus durchaus vorhandenen Drangphasen schlug die Elf von Stevens deshalb nicht das nötige Kapital. Hertha dagegen hielt lange an seinem Defensivkonzept fest, riskierte offensiv aber nicht genug.

Die Schwaben begannen das Schlüsselduell leidenschaftlich, aber gleich auch etwas übereifrig. Manch gut gemeinter Offensivansatz fiel diesem unkontrollierten Bemühen zum Opfer. Die Berliner setzten aus ihrer verhaltenen Grundordnung mit schnellen Gegenstößen auf die Beweglichkeit ihrer einzigen Spitze Salomon Kalou.

Geduldsspiel

Bei Stuttgart suchte vor allem Alexandru Maxim die Verantwortung für das Angriffsspiel, doch auch der Rumäne vermochte sich zunächst nicht entscheidend durchsetzen. Der Begegnung des schwächsten Heimteams gegen die schwächste Auswärtsmannschaft wurde so zu einem Geduldsspiel, in dem VfB-Flügelstürmer Timo Werner (14.) die erste große Möglichkeit ausließ.

Stevens, der den fünfmaligen Meister im Vorjahr noch vor dem Sturz in die 2. Bundesliga bewahrt hatte, ersetzte 160 Tage nach dem bisher einzigen VfB-Sieg im eigenen Stadion (27. September gegen Hannover) den gesperrten Martin Harnik durch den Kroaten Filip Kostic, der sehr bemüht und auch an mehreren Toraktionen beteiligt war.

Stocker mit der besten Chance

Die Stevens-Elf band die Mannschaft von Pal Dardai mit zunehmender Spielzeit verstärkt in der eigener Hälfte. Die Berliner verhinderten aber gerade noch einen Kopfball von Daniel Ginczek (24.), der womöglich die Führung bedeutet hätte. In der 38. Minute wäre Herthas Marvin Plattenhardt bei einer riskanten Abwehraktion beinahe ein Eigentor unterlaufen.

Die eigenen Unzulänglichkeiten brachten die Stuttgarter andererseits auch immer wieder einmal in Bedrängnis. Bei einem der seltenen Hertha-Konter besaß der Schweizer Valentin Stocker (26.) die bis dahin beste Gelegenheit.

Im zweiten Abschnitt nahm die Hektik zu. Viele Zweikämpfe und Fouls unterbrachen den Spielfluss, auch wenn der VfB weiterhin optische Vorteile hatte und Ginczek (65.) eine Großchance vergab. Auf der Gegenseite ließ der eingewechselte Nico Schulz (78.), der in der siebten Minute der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote Karte sah, eine dicke Möglichkeit aus.

SID

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Spieler des Spiels:

JOHN ANTHONY BROOKS

John Anthony Brooks sorgte mit überragenden 89 Prozent gewonnener Zweikämpfe dafür, dass es für den VfB Stuttgart kaum ein Durchkommen gab und so die Null bei der Hertha stand.

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