Leverkusen - Bayer Leverkusen besiegt den Tabellenletzten VfB Stuttgart am Freitagabend deutlich mit 0:4 (0:2). Die Schwaben waren zwar die erste halbe Stunde das bessere Team, doch Leverkusen präsentierte sich eiskalt und ließen dem VfB nach der Pause nicht den Hauch einer Chance.

Schon vor den Spielen der Konkurrenten im Abstiegskampf haben die Schwaben nun fünf Punkte Rückstand auf den rettenden 15. Platz. Bayer 04 gewann dagegen auch sein fünftes Pflichtspiel in Serie zu Null, eroberte den dritten Platz und ist pünktlich zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Atlético Madrid am Dienstag bestens in Form.

Doppelschlag in 235 Sekunden

Das erste Bundesliga-Tor des brasilianischen Linksverteidigers Wendell (32.) und der fünfte Saisontreffer von Josip Drmic (36.) besiegelten die VfB-Niederlage innerhalb von 235 Sekunden. Nach der Pause trafen Karim Bellarabi (50.) und erneut Drmic (59.) für Bayer, das seit fünf Jahren in zehn Spielen nicht mehr gegen Stuttgart verloren hat.

Das erst nach einer halben Stunde sehenswerte Spiel begann derart zerfahren, dass schon Kombinationen über drei Stationen Seltenheitswert hatten. Beide Mannschaften spielten vor 29.384 Zuschauern unpräzise, fanden den Passweg zum Mitspieler nicht und schenkten den Ball alle paar Sekunden her. Plötzlich aber stand Timo Werner auf der linken VfB-Angriffsseite frei und passte perfekt auf die einzige Spitze Daniel Ginzcek - der ehemalige Stuttgarter Bernd Leno im Tor rettete sensationell (17.).

Spiel in eine Richtung

Die Werkself, die im denkwürdigen Hinspiel (3:3) ein 3:0 verspielt hatte, verzeichnete am 48. Geburtstag ihres Trainers Roger Schmidt dagegen nicht einen Torschuss in den ersten 30 Minuten - doch die ersten beiden saßen. Ein 16-m-Schuss Wendells nach einem kollektiven Aussetzer der Stuttgarter Defensive war für Sven Ulreich nicht zu parieren, vier Minuten später traf Drmic per Kopf.

Danach gab es nur noch eine Richtung. Bellarabi traf, nachdem er Gotoku Sakai schwindelig gespielt hatte, Drmic schoss aus 14 Metern flach ein. Der VfB ließ sich fast gar nicht mehr im gegnerischen Strafraum blicken.

Calhanoglu kehrt zurück

Stevens hatte notgedrungen im Sturm Ginczek gebracht, denn Top-Torjäger Martin Harnik sitzt seine Rotsperre ab und Vedad Ibisevic ist seit 22 Liga-Einsätzen ohne Treffer. Bei Bayer kehrte der umsichtige Spielgestalter Hakan Calhanoglu nach überstandenen Knieproblemen zurück in die Startelf.

SID

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Spieler des Spiels:

Josip Drmic

Josip Drmic erhielt den Vorzug vor Stefan Kießling und rechtfertigte seine Nominierung mit einem Doppelpack. Er benötigte nur zwei Torschüsse für die beiden Treffer und war zum Zeitpunkt seiner Auswechslung laufstärkster Leverkusener.

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