Freiburg - Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga mit einem Sieg gegen seinen Lieblingsgegner 1. FC Köln den nächsten Befreiungsschlag gelandet. Am 27. Spieltag gewannen die Breisgauer mit 1:0 (1:0) und vergrößerten das Polster zu den direkten Abstiegsrängen durch den zweiten Erfolg nacheinander weiter.

Mike Frantz (37.) traf für die Gastgeber, die in dieser Spielzeit bereits in Köln (1:0) und vor heimischer Kulisse im DFB-Pokal (2:1) die Rheinländer bezwungen hatten. Diese wachten am Samstag erst in der zweiten Halbzeit wirklich auf, konnten ihre Torchancen aber nicht verwerten.

Die 23.800 Zuschauer im Schwarzwald-Stadion sahen eine Anfangsphase ohne nennenswerte Höhepunkte. Bei strömendem Regen waren Kampf und Wille für beide Teams zunächst Trumpf, der Weg über hohe Bälle brachte dabei nicht den erhofften Erfolg. Nach rund 20 Minuten aber übernahmen die Gastgeber, zum ersten Mal in dieser Spielzeit ohne Verletzungssorgen, mit einigen gelungenen Kombinationen die Spielkontrolle.

Als nach einer starken Viertelstunde der Freiburger Offensiv-Motor ins Stottern zu geraten drohte, brachte ein mustergültiger Konter die nicht unverdiente Führung. Zwei schnelle Pässe, eine haargenaue Flanke von Oliver Sorg - und Frantz durfte seelenruhig aus knapp zehn Metern einköpfen. Der Treffer passte ins Bild, auch wenn zuvor Nationalspieler Jonas Hector (36.) mit Kölns bester Chance per Freistoß beinahe die Gäste-Führung erzielt hätte.

Die Kabinenansprache von FC-Trainer Peter Stöger war offenbar kurz und prägnant. Bereits einige Minuten vor Wiederanpfiff standen seine Schützlinge auf dem Feld, klatschten sich ab und sprachen sich energisch Mut zu. Und tatsächlich wirkten die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs wacher und frischer, in der Offensive aber fehlten gegen passive Freiburger weiterhin die zündenden Ideen.

Nach einer guten Stunde nahm auch der Gastgeber wieder vermehrt am Spielgeschehen teil, Kapitän Sorg hatte in der 68. Spielminute die große Chance zum 2:0. Wenige Sekunden später brachte eine missglückte Flanke von Sascha Riether FC-Keeper Timo Horn in große Not. In der Folge entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der Kölns Marcel Risse (78./Latte) und Freiburgs Admir Mehmedi (88./Pfosten) Aluminium trafen. Die bei Köln eingewechselten Yuya Osako und Bard Finne brachten zusätzlichen Schwung für die Gäste. Die letzte Konsequenz fehlte den Kölnern. Freiburg profitierte vom Tor, bärenstarken Innenverteidigern und einem fehlerlosen Roman Bürki.

SID

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels:

Roman Bürki

Roman Bürki war beim SC Freiburg am häufigsten am Ball (67 Mal) und parierte die sechs Kölner Torschüsse, die auf seinen Kasten kamen.

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