Wolfsburg - Der VfL Wolfsburg steuert dank Serien-Torschütze Bas Dost nach einem Arbeitssieg im Jubiläumsspiel fast schon uneinholbar Richtung Champions League. Während alle direkten Konkurrenten im Kampf um die Königsklasse am 22. Spieltag patzten, besiegten die Wölfe im 600. Bundesligaspiel ihrer Klubgeschichte Hertha BSC knapp mit 2:1 (1:1).

Auf Torjäger Dost war dabei wieder einmal Verlass: Der Niederländer erzielte erneut einen Doppelpack (10. und 74.) und schraubte damit seine Torquote auf elf Treffer in sechs Pflichtspielen der Rückrunde. Der Vorsprung der seit 17 Heimspielen ungeschlagenen Wolfsburger auf Platz vier beträgt bereits zwölf Punkte.

Schieber trifft

Die Berliner, für die Julian Schieber den zwischenzeitlichen Ausgleich (30.) markiert hatte, rutschen dagegen auch unter dem neuen Trainer Pal Dardai immer tiefer in die Krise. Durch die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Partien sind die Abstiegssorgen beim Tabellenvorletzten größer denn je.

Die Wolfsburger kamen vor 27.683 Zuschauern nur schwer in die Gänge, die Belastung durch das Europacupspiel drei Tage zuvor gegen Sporting Lissabon (2:0) war ihnen anzumerken. Doch Dost sorgte mit seinem 1:0 nach schöner Vorarbeit von Weltmeister André Schürrle für zeitweise mehr Sicherheit im Spiel der Gastgeber.

 

Ausgleich überraschend

Die Berliner, die Wiedergutmachung für die bittere 0:2-Pleite vor einer Woche gegen Freiburg betreiben wollten, wurden zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. Die Offensivstars Schürrle und Kevin de Bruyne suchten im Strafraum immer wieder Dost, der sich mitunter geschickt von seinem Gegenspieler löste.

Der Ausgleich für Hertha fiel überraschend und unter Mithilfe der Wolfsburger. Zuerst ließ Sebastian Jung den Berliner Valentin Stocker auf der linken Seite ungehindert flanken, dann kamen im Zentrum Ricardo Rodriguez und Robin Knoche gegen Schieber zu spät. Das Tor gab Hertha deutlich Rückenwind.

Dost steht richtig

VfL-Trainer Dieter Hecking reagierte zur Pause und brachte in Maximilian Arnold einen kreativen Spieler für die Zentrale. Die Herthaner verteidigten jedoch mit viel Leidenschaft, auch wenn sie die Offensivstars des VfL nicht ganz ausschalten konnten, so wie bei Dosts zweitem Treffer. Der Niederländer staubte nach einem Pfostenschuss von Luiz Gustavo ab.

SID

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Spieler des Spiels:

Bas Dost

Er ist ein absolutes Phänomen und entwickelt sich zum Vollstrecker schlechthin der Bundesliga: Bas Dost schnürte auch gegen Hertha wieder ein Doppelpack, brauchte dafür nur zwei Torschüsse. Dabei war er im ganzen Spiel nur 22 Mal am Ball und gewann lediglich einen Zweikampf. Doch Dost steht da, wo ein Torjäger stehen muss. Es war schon sein neuntes Bundesliga-Tor in der Rückrunde.

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