Freiburg - Der SC Freiburg hat im Abstiegskampf der Bundesliga zumindest einen weiteren Teilerfolg verbucht. Sechs Tage nach dem Sieg beim direkten Konkurrenten Hertha BSC erkämpften sich die Breisgauer im Badenderby gegen die TSG 1899 Hoffenheim ein 1:1. Aufgrund der starken ersten Halbzeit wäre aber auch ein Sieg durchaus möglich gewesen.

Immanuel Höhn (26.) traf vor 23.800 Zuschauern für den Sportclub, der im Tabellenkeller sein Polster zum Schlusslicht VfB Stuttgart auf vier Punkte ausbaute. Die Hoffenheimer, die in der Rückrunde erst einen Sieg gefeiert haben, kassierten hingegen trotz des Treffers von Kevin Volland (39.) den nächsten Dämpfer im Kampf um die internationalen Plätze. Freiburgs Marc Torrejon (90.+2) flog per Roter Karte vom Platz.

Freiburg agiert zunächst zielstrebiger

Die Gäste, im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Positionen verändert, waren erst eine knappe Stunde vor dem Anpfiff am Stadion angekommen. Und die zu kurze Spielvorbereitung war der Millionentruppe aus dem Kraichgau durchaus anzumerken: In der Offensive lief im ersten Abschnitt auch wegen der mangelhaften Spieleröffnung der beiden Innenverteidiger praktisch nichts zusammen, zudem hatten die Hoffenheimer in den Zweikämpfen im Mittelfeld meistens das Nachsehen.

Zielstrebiger agierten da schon die Gastgeber, die auch wegen insgesamt sieben Ausfällen mit der Startformation aus Berlin antraten. Kurze Pässe, viel Bewegung, großer Kampf - mit seinem typischen Spiel bestimmte der SC in der ersten Halbzeit über weite Strecken klar das Geschehen. Die erste Chance in der neunten Minute durch den starken Tschechen Vladimir Darida parierte der Ex-Freiburger Oliver Baumann im TSG-Tor noch souverän. Bei Höhns Direktabnahme nach einem langen Freistoß war aber auch der 24-Jährige machtlos.

Tor aus dem Nichts

In der Folge setzte Freiburg vermehrt auf Konter und überließ den Gästen die Initiative - und das wurde prompt bestraft. Mit seiner ersten guten Situation, einem sehenswerten Fernschuss in den Winkel, erzielte Volland den unverdienten Ausgleich.

Das Tor aus dem Nichts verschaffte Hoffenheim mehr Antrieb. Wenige Minuten nach dem Wiederbeginn schlenzte Anthony Modeste (50.) den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei, Sekunden später knallte der Schuss von Eugen Polanski mit voller Wucht an das Gehäuse. Freiburgs Spielwitz war in dieser Phase hingegen verpufft, die Verunsicherung groß - und das nutzten die Gäste zu guten Möglichkeiten.

Nach 69 Minuten beispielsweise setzte sich Volland auf der linken Außenbahn durch, sein scharfes Zuspiel konnte Modeste in der Mitte aber nicht verwerten.

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Spieler des Spiels:

Immanuel Höhn

In seinem 39. Bundesliga-Spiel erzielte Immanuel Höhn sein erstes Bundesliga-Tor, gleichzeitig geht er damit als 100. Torschütze in Freiburgs Bundesliga-Geschichte ein. Auf Freiburger Seite gab kein Spieler mehr Torschüsse ab, als er (drei).

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