Augsburg - Der FC Augsburg hat auf seinem Weg Richtung Champions League einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl kam zuhause gegen Eintracht Frankfurt trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus und verpasste dadurch den Sprung auf den dritten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga.

Für die Eintracht war es trotz des sechsten Spiels in Serie ohne Sieg zumindest ein weiterer Achtungserfolg nach dem 1:1 unter der Woche gegen Wolfsburg.

FCA-Abwehrspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker sprach angesichts von sieben Punkten aus drei Spielen von einem "fast perfekten Start in die Rückrunde". Als Tabellenvierter sind die Augsburger immer noch die Überflieger der Saison, auf Rang sieben hat der FCA bereits acht Punkte Vorsprung. "Schade, da war mehr drin", sagte Manager Stefan Reuter dennoch, konnte aber "auch mit dem Punkt leben". Das Ziel seien aber weiterhin 40 Punkte, "da bleiben wir dabei".

Klavan und Bobadilla bringen Augsburg in Führung

Der FCA, der zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt Remis spielte, ging durch Abwehrchef Ragnar Klavan in der siebten Minute in Führung. Raul Bobadilla erhöhte für den überlegenen FCA auf 2:0 (37.), ehe Stefan Aigner in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus dem Nichts der Anschlusstreffer gelang (45.+2).

Torjäger Alex Meier erzielte vor 27.122 Zuschauern in der 70. Minute mit seinem 14. Saisontreffer sogar noch den Ausgleich. Dieser war in einer temporeichen und intensiven Partie angesichts der vielen klaren Augsburger Möglichkeiten in der ersten Hälfte etwas schmeichelhaft, auch wenn das Team von Thomas Schaaf nach der Pause viel besser ins Spiel kam.

Start nach Maß

Der FCA erwischte einen Start nach Maß. Gleich die erste Gelegenheit nutzten die Gastgeber eiskalt aus. Nach einem Freistoß bekam die Eintracht den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Klavan erzielte mit einem Kullerball die frühe Führung und sein erstes Saisontor.

In der Folge bestimmten die Augsburger mit ihrem schnörkellosen Spiel das Geschehen. Einer dieser dynamisch vorgetragenen Angriffe hätte in der 14. Minute zum 2:0 führen müssen, doch der Ex-Frankfurter Halil Altintop war zu eigensinnig. Danach rettete Kevin Trapp in seinem 100. Bundesligaspiel zweimal in Klassemanier gegen den durchgebrochenen Tobias Werner, ehe erneut Altintop vertändelte. Dafür war auf Bobadilla Verlass, der im vierten Spiel hintereinander traf.

Schaafs Risiko wird belohnt

Die bis dahin harmlose Eintracht konnte froh sein, nicht schon deutlicher zurückzuliegen. Das 1:2, als Aigner aus kurzer Distanz abstaubte, stellte den Spielverlauf auf den Kopf.

Frankfurt kam nun aber mutiger aus der Kabine und hätte durch Marco Russ (48.) schon fast den Ausgleich erzielt. Trainer Thomas Schaaf stellte anschließend auf zwei Stürmer um, erhöhte das Risiko - und wurde durch Meier belohnt. Haris Seferovic hatte danach sogar den Sieg auf dem Fuß. Bei den Augsburgern ging dagegen nach dem Wechsel nicht mehr allzu viel zusammen.

SID

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Spieler des Spiels:

Alexander Meier

Alex Meier traf im dritten Rückrundenspiel erstmals in der Rückrunde und war auch am ersten Frankfurter Tor durch Aigner beteiligt. Er war an sechs Torschüssen beteiligt (drei Torschüsse, drei Torschussvorlagen) und laufstärkster Spieler auf dem Platz (11,4 Kilometer).

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