KÖLN - Auch im Karnevalstrikot hat der 1. FC Köln seinen Heimfluch nicht bannen können. Gegen Mitaufsteiger SC Paderborn spielten die Rheinländer, wie schon drei Tage vorher gegen Stuttgart, nur 0:0. Paderborn holte den ersten Zähler der Rückrunde.

Nach den eher enttäuschenden Heimspielen unter der Woche (Köln 0:0 gegen Stuttgart, Paderborn 0:3 gegen Hamburg) veränderte FC-Trainer Peter Stöger sein Team auf zwei Positionen, sein Kollege André Breitenreiter sogar auf drei. Beim FC durfte der 19-Jährige Bard Finne nach 31 Einsatzminuten in der Hinrunde und 32 am Mittwoch neben Anthony Ujah erstmals in der Bundesliga von Beginn an ran, die Kölner spielten damit erstmals seit Monaten mit einer Doppelspitze. Da sich auch die Ostwestfalen nicht versteckten, entwickelte sich zumindest ein munteres Spiel, wenn auch große Chancen zunächst Mangelware blieben.

Größte Torchance kurz vor der Pause

Die erste wirklich große Torchance sahen die 49.500 Zuschauer erst in der 44. Minute, es war jedoch gleich eine sogenannte Hundertprozentige: Nach einem Konter und schöner Ablage von Kevin Vogt scheiterte Finne völlig freistehend an Gästekeeper Lukas Kruse.

Paderborn kam stark aus der Pause und hatte prompt zweimal die Führung auf dem Fuß: Michael Heinloth schoss aus 18 Metern aber knapp drüber (47.), der gebürtige Kölner Elias Kachunga scheiterte nach dem schönsten Paderborner Spielzug aus vier Metern an Kölns Schlussmann Timo Horn (52.).

Neuer Schwung durch Risse und Osako

Stöger setzte schließlich ein Zeichen und wechselte beide Stürmer aus, brachte dafür Yuya Osako und Marcel Risse (57.) und kehrte somit zum gewohnten 4-2-3-1 zurück.

Ab der 68. Minute überschlugen sich dann kurzzeitig die Ereignisse. Zunächst wehrte Horn eine direkt aufs Tor geschlagene Ecke von Alban Meha kurz vor der Linie ab, im Gegenzug lupfte Vogt den Ball ans Außennetz. Wenige Sekunden später verzog Osako, dann wurde eine Direktabnahme von Kevin Wimmer im letzten Moment geblockt (70.).

Kölner Torschussrekord

Am Ende brachten auch 17 Torschüsse (Kölner Saisonrekord) - davon 9 in den letzten 30 Minuten - den SC Paderborn nicht mehr in Gefahr.  Der SCP zeigte sich gegenüber den beiden Niederlagen zum Rückrunden-Auftakt deutlich stabilisiert und erarbeitete sich den einen Punkt mit sechs mehr gelaufenen Kilometern. Über 125 Kilometer Team-Laufstrecke waren ein neuer Rekord für ein Paderborner Bundesliga-Spiel.
 

Liveticker mit Aufstellungen und Statistiken

Spieler des Spiels:

Lukas Kruse. Der Paderborner Schlussmann rettete dem SCP in der ersten Halbzeit gegen Bard Finne und im zweiten Durchgang gegen Kazuki Nagasawa das Remis.

So sehen es die Clubs*

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