Köln - Der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart trennen sich leistungsgerecht 0:0. Da beide Mannschaften auf Sicherheit bedacht sind, entwickelt sich zunächst ein Spiel ohne große Höhepunkte. In der zweiten Halbzeit ergeben sich gute Chancen, doch beide Teams bringen den Ball nicht im Tor unter.

Der Auftakt der Begegnung stand ganz im Zeichen der Nachricht vom Tode Udo Latteks. Die Trainerlegende war bereits am vergangenen Sonntag im Alter von 80 Jahren in seiner Wahlheimat Köln verstorben, vor dem Anpfiff gab es eine Gedenkminute mit anhaltendem Applaus.

Vor 48.400 Zuschauern in der WM-Arena schickte Kölns Trainer Peter Stöger die gleiche Elf wie beim erfolgreichen Rückrundenauftakt in Hamburg (Spielbericht) aufs Feld. Bei den Stuttgartern, in der Hinrunde drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga, beorderte Stevens nach der 0:1-Niederlage gegen Mönchengladbach Sercan Sararer für Timo Werner auf die linke Außenbahn.

Neuzugang Geoffroy Serey weilt mit der ivorischen Nationalmannschaft weiter beim Afrika-Cup und steht den Stuttgartern noch nicht zur Verfügung, auch ohne den zweikampfstarken Sechser übernahmen die Schwaben zu Beginn jedoch die Kontrolle über das Spiel.

Die erste gute Chance verhinderte jedoch FC-Verteidiger Dominic Maroh, der per Grätsche vor dem einschussbereiten Moritz Leitner klärte (7.). Nach 23 Minuten zwang Martin Harnik Kölns Torwart Timo Horn zu einer starken Parade. Die Kölner kamen erst nach einer halben Stunde besser ins Spiel, echte Möglichkeiten boten sich aber kaum.

Auch nach der Pause änderte sich am Kräfteverhältnis zunächst wenig. Stuttgart war die zielstrebigere Mannschaft und kam so zu weiteren Möglichkeiten. Sararer (53.) vergab gegen Horn. Die beste Chance hatte Moritz Leitner. Sein Freistoß in der 58. Minute klatschte an die Latte, Rechtsverteidiger Daniel Schwaab (64.) scheiterte wenig später mit einem Distanzschuss an Horn.

Peter Stöger wechselte nach einer Stunde und brachte mit Bard Finne einen zweiten Stürmer. Diese Hereinnahme lohnte sich, Finne sorgte für Schwung in der Kölner Offensive und war sofort an mehreren guten Aktionen beteiligt. Da die Geißböcke nun riskanter agierten, öffneten sich Räume für Stuttgart.

 

Doch da auch Finne und der später eingewechselte Yuya Osako im Abschluss nicht präzise genug waren, endete die Partie verdientermaßen 0:0. Köln merkte zu spät, dass gegen die Stuttgarter durchaus ein Treffer drin war. Die Schwaben werden wieder einmal mit ihren vergebenen Chancen hadern, letztlich war das Remis aber die logische Folge der auf Sicherheit bedachten Taktik beider Mannschaften.

Mit Material vom SID

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Spieler des Spiels:

Bard Finne

Bard Finne brachte als Einwechselspieler (59.) Schwung ins Spiel und betrieb Eigenwerbung für mehr Spielzeit. In den ersten 76 Minuten gab Köln nur einen Torschuss ab, Bard Finne kam alleine drei Mal zum Abschluss, jeweils in der gefährlichen Zone im Sechzehner. Durch ihn wurde die Partie, in der sonst kein Spieler wirklich hervorstach, noch einmal belebt.

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