Bremen macht von Beginn an klar, wer der Herr im Haus ist und erspielt sich ein Übergewicht
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Bundesliga

Di Santo schießt Werder auf Platz zwölf

Bremen - Werder Bremen entwickelt sich unter Trainer Viktor Skripnik immer mehr zu einer Heimmacht. Die spielerisch überzeugenden Hanseaten feierten dank eines Doppelpacks ihres Top-Torjägers Franco Di Santo beim 2:0 (1:0) im Kellerduell gegen Hertha BSC ihren vierten Sieg in den vergangenen fünf Heimspielen. Damit sprang Werder vom Relegationsplatz auf Rang zwölf.

Die viel zu zaghaften Berliner von Trainer Jos Luhukay rutschen dagegen immer tiefer in den Tabellenkeller und bleiben der Lieblingsgegner der Bremer. Schon zum siebten Mal in Serie verließen die Hauptstädter das Weserstadion ohne einen Punkt.

Di Santo bricht den Bann

Der Argentinier Di Santo brachte die Gastgeber hochverdient nach einer Reihe von guten Gelegenheiten per Rechtsschuss in Führung (43.). In der 69. Minute sorgte der 25-Jährige per Seitfallzieher für die Entscheidung vor 40.187 Zuschauern und feierte nach seiner Knieverletzung mit seinen Saisontreffern sieben und acht ein glänzendes Comeback.

Skripnik hatte zwei seiner Winter-Einkäufe direkt in die Startelf beordert. Levin Öztunali (ausgeliehen von Bayer Leverkusen) sollte hinter den Spitzen wirbeln, Jannik Vestergaard in der Defensive für Sicherheit sorgen. Doch der stark aufspielende Ex-Hoffenheimer beschränkte sich nicht aufs Verteidigen und sorgte für den ersten Warnschuss (6.).

Ballbesitz und aggressives Zweikampfverhalten

Die Hertha empfing die Angriffsversuche der stürmischen Bremer in einer neuen taktischen Struktur. Sebastian Langkamp, Kapitän Fabian Lustenberger und John Brooks bildeten eine Dreierkette vor Torhüter Thomas Kraft und wirkten in der Anfangsphase sicher. Doch offensiv kam von den Berlinern viel zu wenig.

Werder schnürte die Hertha zunehmend ein und setzte die Vorgabe von Skripnik um, mit mehr Ballbesitz und aggressivem Zweikampfverhalten den Gegner unter Druck zu setzen. Philipp Bargfrede per Fernschuss (20.) und Davie Selke aus 18 Metern (22.) kamen zu den nächsten guten Gelegenheiten.

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Doch die Hausherren konnten das hohe Tempo nicht permanent gehen und nahmen sich Mitte der ersten Hälfte eine kleine Auszeit, ehe Kraft erneut für die Hertha retten musste. Bargfrede prüfte den aufmerksamen Schlussmann aus rund 20 Metern (41.), bevor Di Santo traf.

Luhukay musste reagieren und brachte mit dem Seitenwechsel Marcel Ndjeng und Johannes van den Bergh, die Schwung in das lahmende Hertha-Spiel bringen sollten. Doch die erste gefährliche Szene gehörte wieder Werder. Zlatko Junuzovic, der sich später seine fünfte Gelbe Karte abholte, scheiterte aus der Distanz an Kraft (52.).

SID

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