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Thorben Marx (l.) wird von Wolfsburgs Kapitän Josue bedrängt. Gladbach konnte sich nicht oft gegen die VfL-Defensive durchsetzen
Thorben Marx (l.) wird von Wolfsburgs Kapitän Josue bedrängt. Gladbach konnte sich nicht oft gegen die VfL-Defensive durchsetzen

Meister meldet sich in Spitzengruppe zurück

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Der Deutsche Meister VfL Wolfsburg hat sich in der Spitzengruppe der Bundesliga zurückgemeldet. Nach einem verdienten 2:1 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach kletterten die "Wölfe" mit 16 Punkten auf den fünften Tabellenplatz und verdrängten damit Bayern München aus den internationalen Rängen.

Der Rückstand auf die Spitze beträgt nach dem dritten Heimsieg noch fünf Punkte. Alexander Madlung (45.+1) erzielte quasi mit dem Halbzeitpfiff die Wolfsburger Führung, Christian Gentner sorgte in der Nachspielzeit (90.+2) für die Entscheidung. Das späte Anschlusstor durch Michael Bradley (90.+3) kam für die Gäste zu spät.

"Das war kein gutes Spiel von uns", sagte VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic: "Aber wichtig war, dass wir gewonnen haben und oben dranbleiben. Zum Glück sind wir in Führung gegangen, das hat es zumindest etwas einfacher gemacht. Das 2:0 war eine Erlösung."

Dzeko und das Aluminium

Für die Mönchengladbacher wird die Situation immer bedrohlicher. Nach der fünften Bundesliga-Niederlage in Folge bleibt das Team von Trainer Michael Frontzeck Vorletzter. Bezeichnend für die Situation beim fünfmaligen deutschen Meister war das Abwehrverhalten vor Madlungs Tor nach einem Eckball, als Verteidiger Dante von einem Mitspieler am Eingreifen gehindert wurde. "Da laufen wir uns selbst über den Haufen, das ist extrem bitter", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Gladbach hatte allerdings schon vor dem Rückstand großes Glück, weil VfL-Torjäger Edin Dzeko zwei Mal nur Aluminium traf. In der dritten Minute scheiterte der Bosnier mit einem Fernschuss an der Latte, in der 30. Minute klatschte sein Kopfball an den Pfosten. Nach einem Fehler von Schlussmann Logan Bailly verpasste auch Ricardo Costa (18.) mit einem Kopfball das Tor nur knapp, Obafemi Martins verstolperte zudem in der 21. Minute in aussichtsreicher Position.

VfL-Trainer Armin Veh hatte auf die Formschwäche von Torjäger Grafite reagiert und den Brasilianer aus der Startelf genommen. Für den Fußballer des Jahres stürmte Neuzugang Martins an der Seite Dzekos. Grafite wurde in der 58. Minute für den Nigerianer eingewechselt. Bei der Borussia kehrte Mannschaftskapitän Filip Daems zurück.

Bobadilla verstolpert sehr kurios

Die Gäste versteckten sich zunächst keineswegs, sondern suchten mit Kontern selbst den Weg vor das Tor. Roberto Colautti trat in der fünften Minute in aussichtsreicher Position nach einer Flanke von Michael Bradley über den Ball. Ihre weiteren Konterchancen spielten die Gladbacher nicht konsequent zu Ende und agierten dabei teilweise zu kompliziert.

Die Niedersachsen bekamen das Spiel immer besser in den Griff. Sie versäumten es in der zweiten Hälfte allerdings, frühzeitig das zweite Tor zu machen und damit für klare Verhältnisse zu sorgen. So scheiterte Grafite in der 73. Minute freistehend an Bailly.

Auf der Gegenseite verfehlte Raul Bobadilla mit der Hacke von der Strafraumgrenze aus das leere Tor. In der 88. Minute scheiterte der Argentinier freistehend an VfL-Torhüter Diego Benaglio. Gentner dagegen schlug für den VfL eiskalt zu.