Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern hat das Kellerduell gegen den SC Freiburg 1:0 (0:0) für sich entschieden und die Talfahrt der auswärtsschwachen Breisgauer beschleunigt. Während der FCK den Abschluss ans untere Tabellen-Mittelfeld herstellte, fiel der SC auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Itay Shechter gelang in der 75. Minute der Siegtreffer für die Gastgeber, für die 60 Sekunden später Kapitän Christian Tiffert noch mit einem Foulelfmeter an SC-Torwart Oliver Baumann scheiterte. Freiburg kassierte seine vierte Auswärtspleite in Folge und verlor fünf der zurückliegenden sechs Partien.

Pustila vergibt die Führung

Die Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in den ersten Minuten ein ausgeglichenes Spiel. Die große Chance zur Führung hatten die Freiburger bei einem schnellen Gegenstoß. Der Weißrusse Anton Putsila nutzte die Möglichkeit allerdings nicht (9.).

Im Anschluss kamen die Breisgauer, die auf Mensur Mujdza verzichten mussten, besser ins Spiel. Das war angesichts des durchwachsenen Niveaus der Begegnung aber auch nicht sonderlich schwer. Beide Mannschaften erarbeiteten sich bis zur Mitte der ersten Hälfte keine weiteren Chancen. Die Defensivabteilungen hatten ohne große Anstrengung alles im Griff.

Lautern ohne Rodnei

Die Gastgeber, die ohne den Dänen Leon Jessen, den gesperrten Rodnei sowie Jan Simunek auskommen mussten, ließen vor allem die nötige Kreativität und Durchschlagskraft in der Offensive vermissen. Fehler und Missverständnisse bestimmten das Geschehen. Die Begegnung, in der die Freiburger die reifere Spielanlage zeigten, war über weite Strecken ganz schwach.

Das Mittelfeldgeplänkel wurde erst in der 33. Minute durch einen halbwegs gefährlichen Distanzschuss des Freiburger Mittelfeldspielers Julian Schuster unterbrochen. Damit hatten die Gäste aber immerhin mehr zu bieten als die Pfälzer, die am Mittwoch in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals beim Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt antreten müssen.

Makiadi rettet auf der Linie

Erst in den letzten Minuten des ersten Abschnitts wurden die Offensivreihen auf beiden Seiten etwas aktiver. Zunächst rettete der Freiburger Cedrick Makiadi nach einem Kopfball des Lauterer Innenverteidigers Mathias Abel auf der eigenen Torlinie (39.), eine Minute später setzte SC-Torjäger Papiss Cisse auf der Gegenseite seinen Schuss knapp neben das Tor.

Nach dem Seitenwechsel knüpften die Mannschaften zunächst nahtlos an die mäßige Vorstellung der ersten Hälfte an. Ein Weitschuss des Lauterer Mittelfeldspielers war der Höhepunkt in dieser Phase (54.).

Shechter dreht auf

Immerhin wollte der FCK kurz darauf daran etwas ändern. Der israelische Stürmer Shechter scheiterte zunächst am Freiburger Torwart Baumann (63.). Wenige Sekundem später sprang ein Schuss des Angreifers aus kurzer Distanz von der Unterkante der Latte auf die Torlinie und von dort zurück ins Spielfeld. In der 75. Minute wurden die Bemühungen von Shechter aber belohnt, als er Freiburgs Andreas Hinkel übersprang und zur Führung einköpfte.

Eine Minute später wurde Shechter von SC-Schlussmann Baumann im Strafraum gefoult. Der Elfmeter von Tiffert war aber so schwach geschossen, dass der Freiburger Keeper keine große Mühe hatte.