Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 ist im Titelrennen der Bundesliga gestolpert. Nach fünf Siegen in Folge kam der DFB-Pokal-Sieger gegen den 1. FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

Die "Königsblauen" verpassten damit nicht nur ihren Vereinsrekord von sechs "Dreiern" in Serie, sondern fielen auch gegenüber dem Rivalen Borussia Dortmund zurück.

Ausgerechnet der Ex-Dortmunder Mohamed Zidan hatte die Mainzer in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr früh in Führung gebracht (15.). Chinedu Obasi gelang mit einer Einzelaktion nur noch der Ausgleich (59.).

Gelungener Einstand

Den besseren Start erwischten die couragierten Mainzer. Nach einem ersten Warnschuss aus 25 Metern nutzte Rückkehrer Zidan gleich seine erste Großchance zum Tor. Nach einer exakten Flanke von Radoslav Zabavnik überwand der Ägypter Schalke-Keeper Lars Unnerstall zum 0:1.

Die Gastgeber kamen auch danach nicht in Tritt, die laufstarken Mainzer ließen ihnen wenig Raum und blieben in der Offensive gefährlich. Erst nach und nach erhöhten die "Königsblauen" den Druck. Doch klare Torchancen blieben rar, weil die Zuspiele in die Spitze zu ungenau waren.

Bessere zweite Halbzeit der Schalker

Schalke-Trainer Huub Stevens setzte auf die offensive Variante mit zwei Stürmern, die beim 4:1 beim 1. FC Köln vor einer Woche in der zweiten Hälfte den Sieg herausgespielt hatte. Kapitän Benedikt Höwedes kehrte nach seinem dreifachen Jochbeinbuch mit einer Spezialmaske zurück, für ihn musste Christoph Metzelder aus der Abwehrzentrale weichen. Der genesene Superstar Raul verdrängte seinen Landsmann Jose Manuel Jurado wieder von der Zehner-Position.

Mit Jurado und Jefferson Farfan, der nach seinem Innenbandriss im Knie im November 2011 sein Comeback gab, brachte Stevens nach der Pause mehr spielerische Klasse und Tempo. Das Spiel der Schalker bekam mehr Struktur und wurde gradliniger. Eine Einzelaktion brachte den Ausgleich: Obasi setzte sich auf der linken Seite durch und überraschte Torhüter Christian Wetklo mit einem Schuss ins kurze Eck.

Der Mainzer Trainer Tuchel bot wie angekündigt gleich den aus Dortmund zurückgekehrten Zidan als zweite Sturmspitze neben Maxim Choupo-Moting auf. Der Ägypter war der gefährlichste Spieler der Gäste.