München - Der FC Bayern München muss sich weiter mit der Verfolgerrolle von Tabellenführer Borussia Dortmund begnügen. Der deutsche Rekordmeister konnte sich nach dem 1:1 in Hamburg und dem Verlust der Tabellenführung aber rehabilitieren und gewann gegen den 1. FC Kaiserslautern locker und leicht 2:0 (2:0).

Die äußerst harmlosen und abstiegsgefährdeten Pfälzer setzten dagegen ihre Negativserie fort und blieben schon im elften Ligaspiel in Folge ohne Sieg.

Gomez und Müller treffen

Die Niederlage der oft überforderten "Roten Teufel" und der 100. Sieg von Jupp Heynckes als Bayern-Trainer zeichneten sich in einer einseitigen Begegnung bereits ganz früh ab: In der sechsten Minute gingen die Münchner vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena durch Torjäger Mario Gomez in Führung. Nach Flanke von Franck Ribery markierte der sträflich frei stehende Gomez per Kopf sein 18. Saisontor.

Thomas Müller sorgte in der 30. Minute für die Vorentscheidung. Nach einem Freistoß von Toni Kroos traf er ebenfalls mit dem Kopf. Der Nationalspieler beendete damit nach knapp fünf Monaten seine Durststrecke. Zuletzt hatte Müller am 24. September 2011 beim 3:0 in Leverkusen getroffen.

Müller hatte wie schon beim 2:0 im Pokal-Viertelfinale in Stuttgart zunächst den Vorzug auf der rechten Mittelfeldseite vor Superstar Arjen Robben erhalten. Den verletzten Bastian Schweinsteiger (Außenbandriss) vertrat erneut David Alaba.

Bayern klar überlegen

Die Gastgeber beherrschten von Beginn an klar das Geschehen und verzeichneten allein in der ersten Hälfte 65 Prozent Ballbesitz. Der FCK präsentierte sich sehr ängstlich und fabrizierte viel zu viele Fehler, um den in allen Belangen überlegenen Münchnern Probleme zu bereiten. Dabei brannten auch die Bayern bei zweistelligen Minusgraden nicht gerade ein spielerisches Feuerwerk ab.

Dennoch kamen die Bayern immer wieder zu Chancen. Doch der starke Ribery, Gomez oder David Alaba verfehlten das Ziel, sonst hätte die Führung zur Pause schon klarer sein können. Bezeichnenderweise verzeichnete Lautern den ersten Torschuss erst in der 40. Minute.

Weitere Chancen in der zweiten Halbzeit

Auch nach dem Wechsel änderte sich wenig. Die Bayern ließen Ball und Gegner laufen, ohne sich dabei groß anstrengen zu müssen. Lautern zog sich weit zurück und wirkte oft nur wie ein Sparringspartner der Münchner. In der 54. Minute hatte der FCK Glück, dass Konstantinos Fortounis einen Gomez-Kopfball von der Linie kratzen konnte.

Kurz darauf brachte Heynckes Robben für Müller. Der Niederländer, dem die Rolle als Ersatzspieler gar nicht behagt, war bemüht, Schwung ins Spiel zu bringen. In der 80. Minute hatte er bei einem Lattenschuss Pech, zuvor war er zwei Mal an FCK-Torwart Kevin Trapp (67., 70.) gescheitert.